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bei Maisonasse, Valle d'Aosta (Italia)

Möglichst früh starten. Als wir gegen 6:00 starteten, waren wir fast die letzten. Allerdings irrten viele Truppen auf der linken Moräne bzw. unterhalb im Hang rum. Am einfachsten, direkt durchs kleine Tal aufsteigen. Und wenn genügend Schnee liegt, ist dies noch einfacher. Früh war der Firn schön hart. Am Talende gehts auf den Gletscher (war bei uns noch tief verschneit und nicht erkennbar). Dann gehts nach rechts zu einer kleinen Steilstufe (max. 30°). Danach über einen weiten Rücken zu einer zweiten Stufe. Fast alle steigen mit Seil auf, ist aber eigentlich nicht nötig. Keine Spalten - keine Sturzgefahr.
Weiter geht es endlos im großen Bogen nach rechts hinauf, links den Eisbruch unterhalb des Gipfels liegen lassend bis auf ein kleines Plateau mit 3 Felsgandarmen. Weiter Etwas oberhalb ist noch ein weiterer markanter Gandarm, den man beim Aufstieg immer anpeilen kann.
Von dem Plateau geht es nach links weit unterhalb des Grates hinauf am il Roc vorbei zum Sattel vorm Paradiso (Achtung Wächten!). Vom Sattel quert man durch den Steilhang hinauf in die Scharte links vom Gandarmen. Von dort über den Grat bis zu einem letzten Gandarmen vorm Gipfel. Hier ist eine kurze aber für viele heikle Traverse auf der ausgesetzten Rückseite des Grates zu vollführen. Dafür gibt es 3 Hacken (3 Expressen und kurzes Seil sind ratsam). Unterhalb der Madonna gibt es noch einen 4ten Hacken.
Der eigentliche Gipfel (selten bestiegen, da vielleicht max. 1/2m höher) liegt hinter dem Madonna-Gipfel. Dazu muss man sich entweder ca. 10m abseilen (für Rückweg Seilstück hängenlassen?!) oder vor dem Madonna-Gipfel durch den Firnahang in die Scharte hinter der Madonna queren. Danach geht es wieder ca. 10m durch die ausgesetzte und luftig-heikle Süd-Ostflanke zum unscheinbaren Gipfel hinauf. Wenn man sich abseilt sollte man vielleicht 2tes kurzes Seil mitnehmen oder man steigt eben rückzu durch den steilen Firnhang ab.
Ist ein ziemliches gegurke, man bedenke, das am Gipfel ständig Warteschlangen stehen, die alle auch auf den Gipfel (Madonna) wollen. Bei unserer Besteigung sind viele schon vorm letzten Gandarmen umgekehrt aus Angst vor der kleinen luftigen Kletterstelle.
Abstieg wie Aufstieg aber im inzwischen weichen tiefen Schnee (manchmal bis an die Knie). Da wir den Gipfel schnell und ohne Akklimatisierung gepackt hatten, schnappten wir unsere Zelte und stiegen wieder zur Emanuelle ab und verbrachten dort den Nachmittag. Abends bauten wir unsere Zelte etwa 300m unterhalb der Hütte wieder auf.
Es ist aber auch kein Problem, nach dem Gipfel wieder nach Pont abzusteigen. Dann hat man aber nicht viel vom grandiosen Panorama an der Emanuelle.
(großes 0,66l-Bier 4,70Euro).

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