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Entfernung

9,73 km

Höhengewinn

56 m

Schwierigkeitsgrad

Leicht

Höhenverlust

0 m

Max. Höhe

221 m

Trailrank

49

Min. Höhe

155 m

Trail Typ

Einfach

Zeit

49 Minuten

Koordinaten

360

Hochgeladen

16. Juli 2021

Aufgezeichnet

Juli 2021
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221 m
155 m
9,73 km

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bei Gießen, Hessen (Deutschland)

Die Radtour nach Biebertal verläuft größtenteils auf der ehemaligen Trasse der Biebertalbahn. Informative Zwischenstopps bieten die Ausstellungen und Infotafeln der Heimatvereine. Durch baulich veränderte Wegführung und Einhaltung der Straßenverkehrsordnung sind nur geringe Abweichungen erforderlich.
Mit der Inbetriebnahme der Biebertalbahn 1898 erhofften sich in erster Linie die Gruben,- und Steinbruchbetreiber einen wirtschaftlicheren Transport ihrer Güter. Aber auch der Personentransport eröffnete ganz neu Chancen und das bequemere Erreichen der Dienststelle sollte nicht der einzige Vorteil der neuen Mobilität sein. Die Ausflüge in die schon damals attraktive Landschaft Biebertals war nun ohne eigene Muskelkraft möglich und die beliebte Wanderung auf den Dünsberg konnte einfacher realisiert werden. Schon 1899, also ein Jahr nach Eröffnung der Bahn, wurde der Aussichtsturm auf dem Dünsberg eingeweiht und die Gastronomie an der Bahnstrecke hatte eine Hochzeit.
Wegpunkt

01- Ehem. Kleinbahnhof Gießen-West

Nach 8,7 km und 30 min. Fahrzeit endete die Personenfahrt Bieber-Giessen mit der Bieberlies am Kleinbahnhof Gießen West, womit auch die Endstation erreicht war. Auf dem ehemaligen Kleinbahnhof West wurde der Lahn Tower errichtet. Die zuletzt eingesetzte Zugmaschine und einzig erhaltene Lok ist fahrtauglich und fährt heute als Attraktion der “Märkische Museums-Eisenbahn“ Gäste in Plettenberg.
Wegpunkt

02- Ehem. Haltestelle Hardtallee

Die Bahnverbindung ermöglichte nun den Ortschaften an der Bahnlinie ganz neue Geschäftsfelder, nicht nur der Transport von Erz, Kalk und Tabakprodukten profitierte davon, sondern auch der Handel zwischen den Ortschaften und der Stadt. Die Marktfrauen schafften ihre Ware in Marktkörben in die Stadt und die Arbeitsstelle in Gießen konnte bequemer erreicht werden.
Wegpunkt

03- Ehem. Haltestelle Heuchelheim Ost

Die letzte Haltestelle vor der Stadt, “Heuchelheim Ost“, wurde nach 6,8 km und 24 min Fahrzeit erreicht.
Wegpunkt

04- Ehem. Bahnhof Heuchelheim Infotafel

Am ehemaligen Bahnhof Heuchelheim, wo einst die Bieberlies Halt machte, trifft man heute eine parkähnliche Insel mit Ruhebänken vor. Eine Informationstafel, die vom Heimat,- und Geschichtsverein Heuchelheim-Kinzenbach erstellt wurde, vermittelt einen Rückblick in die Betriebszeit der Kleinbahn.
Wegpunkt

05- Ehem. Haltestelle Windhof

Wo heute die Fa. Schunk beheimatet ist, befand sich zu Betriebszeiten der Biebertalbahn die Haltestelle Windhof. Das imposante Bauwerk mit weithin sichtbarem Turm, das in der Zeit der Inbetriebnahme der Biebertalbahn aus der alten Gaststätte neu errichtet worden war, stand für die neuen touristischen und gastronomischen Möglichkeiten entlang der Bahnstrecke. Von der Pulvermühle an der Lahnbrücke bis zur Reehmühle in Bieber herrschte reger Betrieb. Das Heuchelheimer Mühlchen war bei Studenten geschätzt und die Gaststätten in Rodheim und Bieber erlebten eine Hochkonjunktur.
Wegpunkt

06- Ehem. Bahnhof Abendstern Infotafel

Kurz vor dem Bahnhof Abendstern wechselte die Bahn die Straßenseite. So wie heute der Radweg von Biebertal kommend verläuft. Der Erz,- und Kalktransport hatte dort bereits sein Ziel erreicht. Die Kippwagen entluden an der Verladestelle ihre Fracht in die Wagen der Rhein-Weser-Bahn, die auch als Kanonen-Bahn bezeichnet wurde. Für den Personenverkehr bot sich ebenfalls ein Umstieg in diese Bahn, womit dann Arbeitsstätten in Wetzlar und Lollar erreicht werden konnten. Eine Infotafel an der Bäckerei zeigt ihre historische Bedeutung im damaligen Bahnverkehr.
Wegpunkt

07- Ehem. Haltestelle Krofdorf-Gleiberg

Nach 3,3 Km und 10 Minuten hatte die Bahn die nachträglich errichtete Haltestelle Krofdorf-Gleiberg erreicht. Sie ermöglichte es den Krofdorfern nach einem kurzen Fußmarsch die Bahn zu nutzen.
Wegpunkt

08- Ehem. Bahnhof Rodheim

Nach 2 Kilometern und 6 Minuten wurde der Bahnhof Rodheim erreicht. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Produktionsstätte und Verkauf von Tiernahrung. Kurz hinter der heutigen Tankstelle überquerte die Bahn die Straße und verlief dann annähernd auf dem heutigen Radweg Richtung Heuchelheim.
Wegpunkt

09- Bieberlies Personenwagen Museum

Gleich hinter der ehemaligen Brücke hat der Heimatverein Rodheim Bieber einen Gleisabschnitt rekonstruiert und darauf einen Personenwagen als Bieberlies-Museum gestellt. Womit der Rückblick in die Geschichte der Bieberlies bereichert wird. An der Außenwand sind mehrere QR-Codes angebracht, die zu historischen und neueren Kurzfilmen über die Biebertalbahn führen.
Wegpunkt

10- Ehem. Haltestelle Rodheim Nord

Kaum hatte die Bahn den Bahnhof verlassen, wurde nach 2 Minuten und 900 Metern schon die erste Haltestelle (Rodheim Nord) erreicht. Aus den 7 Haltestellen der ersten Jahre wurden im Laufe der Zeit 10 Stationen. Für die Fahrgäste, die aus Bieber und den umliegenden Orten, die Haltestellen zu Fuß erreichen mussten, begann nun ein komfortablerer Weg des Reisens. Im Winter bestand sogar die Möglichkeit, die Personenwagen mit Holzöfen zu heizen.
Wegpunkt

11- Ehem. Bahnhof Bieber

Der Bahnhof Bieber war für den Personentransport Endstation, darüber hinaus bestanden aber Anschlussgleise für den Erz,- und Kalktransport zum Ida-Stollen in die Baumgartenstraße, sowie ins hintere Kehlbachtal. Von dort kommend, führte das Anschlussgleis auf dem heutigen Bornweg über die Mühlbach,- und Bieberbach - Brücken und mündete vor dem Bahnhof (wo heute Backwaren und Blumen verkauft werden) in das Hauptgleis. Die Brückenpfeiler über den Mühlbach sind noch erhalten und vom Bornweg aus gut zusehen.
Wegpunkt

12- Bergbauausstellung- Biebertalbahn

Die Bergbauausstellung (vom Heimatverein Rodheim Bieber erstellt) gibt einen Rückblick in die Betriebszeit der Biebertaler Gruben. Bei der Betriebseröffnung verfügte die Biebertalbahn über 3 zweiachsige Dampflokomotiven von Krauss (München), 8 Personenwagen, 2 Post - und Gepäckwagen, 2 gedeckte und 4 offene Güterwagen sowie 54 Kasten-Kippwagen für Schüttgüter. Die kleinen Zugmaschinen reichten bald nicht mehr aus, deshalb wurden bei Henschel zwischen 1920 und 1927 drei größere dreiachsige Loks und eine fünfachsige Lokomotive mit noch höherer Leistung für den Erztransport bestellt.
Wegpunkt

13- Kehlbachtal-Letzte Verladestelle

Das Kehlbachtal stellte eine zentrale Position für den Erz und Kalktransport dar. Man könnte es auch als „Logistikcenter des Biebertaler Bergbaus“ bezeichnen. Die Beladung der Kasten-Kippwagen erstreckte sich auf den Gleisabschnitten vom Bahnhof Bieber bis ins hintere Kehlbachtal.

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