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bei Altstadt, Sachsen (Deutschland)

Ende Juli radle ich durch Böhmen: von Dresden über Prag nach Furth im Walde, an Elbe und Moldau, Berounka und Zubrina.
Das Wetter ist so wie schon den ganzen Sommer: ziemlich gemischt.
Neben den schönen Flusstälern und dem guten Essen und Trinken sind die Städte eine positive Überraschung: Nicht nur das romantische, wenn auch überlaufene, Prag, sondern auch meine Übernachtungsorte Decin, Melnik, Pilsen und Domazlice. Alle haben den Charme des kaiserlich/königlichen Habsburg, zu dem sie über Jahrhunderte gehörten.

Am ersten Tag geht`s am Morgen per Bahn nach Dresden und dann bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen 70 Kilometer elbeaufwärts. Das obere Elbetal ist wegen des Durchbruchs durch das Elbsandsteingebirge landschaftlich sehr reizvoll, und so gibt es viel zu sehen und zu bewundern.
Das Hotel Faust in Decin hält ein Bett für mich bereit und, gemeinsam mit einer Radlergruppe, gibt es Abendessen im Cesca Korona auf dem Marktplatz. Danach ein Gang durch das schöne Städtchen am Fluss mit großer Schlossanlage, Schlaftrunk im Hotel und dann ins Bett.
Samstag ist ein langer Tag auf dem Rad bei schwülwarmem Wetter. Gegen 11:00 Uhr gibt’s an einer Bude in Velke Zernoseky Gulasch und Pivo und um 16:00 Uhr sind die 100 heißen Kilometer geschafft und ich kann mich an der Aussicht auf Melnik freuen, schön gelegen, auf einem Hügel über dem Zusammenfluss von Elbe und Moldau. Mein Bett für die Nacht ist im Hotel Jaro mit großem Zimmer und verblichenem Charme. Nach einer Ruhepause geht es am Abend zur Stadtbesichtigung und ordentlichem Abendessen auf dem großen Marktplatz. Danach ein Glas Wein bei schönster Abendsonne auf der Schlossterrasse mit Traumblick auf Elbe und Moldau.
Am Sonntag verschlechtert sich das Wetter und am Vormittag regnet es leicht. Um kurz nach 12:00 Uhr habe ich die 60 Kilometer bis Prag geschafft, einschließlich eines ordentlichen Berges und ich radle entlang der Moldau ins Centrum. Das Hotel Kampa liegt sehr schön und zentral auf der „Mala Strana“ der kleinen Seite. Am Nachmittag wandere ich durch Prag.
Montag ist mein härtester Radtag: 124 Kilometer von Prag nach Pilsen mit zwei maligem Verfahren. Außerdem gibt es die letzte Stunde einen heftigen Wolkenbruch. Trotz dieser Unbilden erreiche ich um 16:30 Uhr das Hotel Slovan in Pilsen. Es ist eine Fahrt durch einsame Gegend unterbrochen nur durch eine ausgiebige Mittagspause in der Dorfkneipe von Lochovice, wo es ein lecker Pils und ein vorzügliches Gulasch mit Knödeln gibt. Am Abend ist es wieder trocken und so kann ich mir noch die Stadt Pilsen ansehen und mein einsames Abendessen in einer typischen tschechischen Kneipe einnehmen.
Am Dienstag ist es windig und kühl mit grauem, aber trockenem Himmel. Um 13:30 Uhr habe ich die 70 Kilometer bis Domazlice geschafft und erreiche die nette, familiäre Pension Tiffany. Heute gibt es mal ein ordentliches Mittagschläfchen und danach sehe ich mir die Stadt an. Abendessen in einem typischen Restaurant mit böhmischer Küche.
Mittwoch ist Dauerregen und ich fahre mal eben die 20 Kilometer bis Furth im Walde, von wo es mit der Bahn nach Hause geht.

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