Fahrzeit  3 Stunden 33 Minuten

Zeit  6 Stunden 46 Minuten

Koordinaten 7903

Hochgeladen 21. April 2019

Aufgezeichnet April 2019

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120 m
52 m
0
14
28
55,16 km

angezeigt 31 Mal, heruntergeladen 1 Mal

bei Fürstenberg, Brandenburg (Deutschland)

... und kein zurück!

(der Profilverlauf, der angezeigt wird kann nicht stimmen, denn weil es eine Rundtour ist, muss das Profil logischerweise auch wieder bei 52 Höhenmeter enden)

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte ich die Serrahner Berge entdeckt, als ich eine Tour, die in Fürstenberg begann um dann in nördlicher Richtung in Carpin zu enden.

Diese sind Teil des Müritz Nationalparks und im Nordosten des Parks, wo die Serrahner Berge – benannt nach der Ortschaft Serrahn – sich empor heben: mit 124 m Höhe ist natürlich der Begriff Berge wortwörtlich etwas zu hoch gegriffen aber wie im weiteren Verlauf zu erleben war, haben diese Serrahner Berge durchaus ihre Tücken.

Schon beim ersten Versuch auf den höchsten Punkt der Anhöhe zu gelangen, musste ich aufgeben und wieder umkehren, denn der Weg, der dort laut Karte hinführte, war schlichtweg unpassierbar. Alle 50-100 m kreuzten umgestürzte Bäume den Weg. Jetzt hatte ich mir einen anderen Zugang zurecht gelegt und zwar wollte etwas mehr von der nordwestlichen Seite in das Gebiet stoßen. Ich ließ mich auch von den ersten umgestürzten Bäumen nicht abschrecken aber irgendwann war vor lauter umgestürzten Bäumen der Weg nicht mehr zu erkennen.

Wieso so oft im Leben stellt sich irgendwann die Frage: umkehren und aufgeben oder weitermachen? Diesmal wollte ich es wissen! Und so begann ich mein Fahrrad durch das Unterholz zu schieben: bestimmt 1 Stunde lang; das war definitiv 1 Stunde zu viel, denn ich musste erkennen: ich hatte keinen Plan mehr, wo ich mich wirklich befand und wie ich wieder in die Zivilisation zurückfinden könnte.

Das GPS-Signal kam zwar noch auf meinem Handy an, so dass ich meine Position auf der Karte erahnen konnte, aber in diesem Urwald kann das GPS-Signal signifikant abweichen. Und dieses ewige Zickzack laufen, war auch nicht hilfreich. Ab und an musste ich sogar das Rad stehen lassen, um erst einmal das Weiterkommen zu erkunden. Es war noch relativ früh am Tage, so dass meine Besorgnis letztendlich nicht mehr aus diesen Urwald herauszufinden, sich noch in Grenzen hielt!

Als die umgestürzten Bäume aber immer größer wurden und immer dichter hintereinander den nicht vorhanden Weg und die Sicht versperrten und auch keine Aussicht bestand, dass es sich bessern könnte, wurde es mir doch etwas mulmig zumute und ich erwog den ganzen Weg, den ich gekommen war, wieder zurückzugehen. Und so machte ich einen letzten Versuch, doch noch einen Weg zu entdecken und erklomm einen Hang. Und was sehe ich in naher Ferne: ein Dach eines Wohnhauses (welches auch noch ziemlich intakt schien). Und eine Lichtung schien sich auch womöglich in der Nähe auszubreiten. Und so wuchtete ich das Rad den Hang hinauf.

Ich muss zugeben, die Erleichterung war ziemlich groß, als mehrere Häuser sich ins Blickfeld schoben. Und wo Häuser sind, existieren auch richtige Wege. Das sollte mir jetzt eine Lehre sein und für dieses Leben ist mein Draufgängertum wohl ziemlich aufgebraucht.

ENGLISCH VERSION
(the profile course that is displayed cannot be correct, because it is a round trip, the profile must logically end again at 52 altitude meters)

In the autumn of last year I discovered the Serrahner mountains during a tour starting in Fürstenberg, then heading north to Carpin.

These are part of the Müritz National Park and in the northeast of the park, where the Serrahner mountains - named after the village Serrahn - rise: with 124 m height the term Berger is of course literally a little too high grasped but as was to be experienced in the further course, these Serrahner mountains have quite their pitfalls. And I will not return so fast no more with the bicycle there, because it became a tour that ended in the unknown!

Already at the first attempt to reach the highest point of the hill, I had to give up and turn back, because the way, which led there according to the map, was simply impassable. Every 50-100 m fallen trees crossed the way. Now I had arranged another access and wanted to push something more from the northwestern side into the area. I didn't let the first fallen trees scare me off, but at some point I couldn't see the way because of all the fallen trees.

Why so often in life does the question arise at some point: turn back and give up or continue? This time I wanted to know! And so I began to push my bicycle through the undergrowth: certainly for 1 hour; that was definitely 1 hour too much, because I had to realize: I had no more plan where I really was and how I could find my way back to civilization.

The GPS signal still arrived on my mobile phone, so that I could guess my position on the map, but in this jungle the GPS signal can deviate significantly. And running this eternal zigzag wasn't helpful either. From time to time I even had to leave my bike in order to explore how to get ahead. It was still relatively early in the day, so that my concern was not to be found finally any more out of this jungle, kept itself still within limits!

But as the fallen trees became bigger and bigger and the path and the view became more and more blocked and there was no prospect that things could get better, I felt a bit uneasy and considered going back all the way I had come. And so I made one last attempt to discover another path and climbed a slope. And what do I see in the near distance: a roof of a house (which also seemed quite intact). And a clearing seemed to spread out nearby as well. And so I pushed the bike up the slope.

I have to admit, the relief was quite great when several houses came into view. And where there are houses, there are right ways. That should be a lesson to me now and for this life my daredevilry is probably quite exhausted.

Addition: even at the very beginning of the tour (after only one kilometre from the train station you are in the middle of the forest) the challenges begin: you drive for kilometres through deep, sandy slopes, which can only be mastered if you are a top athlete or (as in my case) if you help with electricity.

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Einen Kilometer vom Bahnhof entfernt

Wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt, beginnt die Tour gleich im Wald. Anfangs ist es noch eine schöne Waldpiste ...
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Kilometerlange Sandpiste

So geht es kilometerlang weiter. Kaum für Freizeitsportler geeignet. Mit Stromunterstützung und breiten Reifen einigermaßen machbar, sofern gute Fahrkünste vorhanden sind.
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Sand, und noch mehr Sand

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Endlich normale Piste

Nach der Försterei (bei Priepert, wo früher auch ein Teerofen betrieben wurde; leider nicht mehr vorhanden - nur eine Dokumentationstafel informiert darüber) wurde der Weg wieder einigermaßen befahrbar (ca. 10 KM vom Start entfernt).
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Lohnenswerte Abstecher?

Vielleicht beim nächsten Mal werde ich mir die Papiermühle ansehen, wobei im Internet rein gar nichts darüber historisches zu finden ist.
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Langsam fahren und die Seele baumeln lassen

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Großer Keezsee

Keine Menschenseele weit und breit. Schon auf dem Weg hierher ist mir auf den 15 km niemand begegnet. Hier am See ist es noch einsamer. Bei etwas Geduld und Glück (bei mir waren es ca. 5 Minuten) fliegt einem ein Seeadler an der Nase vorbei.
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Schon mitten im Müritz Nationalpark

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Jetzt wird es hügelig

Auf dem Foto ist es vielleicht nicht wirklich zu erkennen aber hier geht es richtig bergab!
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Die Malaise kündigt sich an

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Auf der Suche eines Weges

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Das sieht doch fast wie ein Weg aus!

Oberste Prämisse war jetzt, sich nicht im Kreis zu bewegen. Zum Glück war es nicht bewölkt und anhand des Sonnenstandes schien diese Gefahr ausgeschlossen.
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Ein erstes Zeichen von Zivilisation

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Jetzt scheint mich der Wald verschlungen zu haben

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Schnurstracks auf das Ziel zu.

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See

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Bah! Was ist das?

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