Fahrzeit  2 Stunden 27 Minuten

Zeit  5 Stunden 59 Minuten

Koordinaten 1917

Hochgeladen 22. Oktober 2018

Aufgezeichnet Oktober 2018

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562 m
288 m
0
2,9
5,8
11,6 km

angezeigt 68 Mal, heruntergeladen 3 Mal

bei Reisdorf, Rheinland-Pfalz (Deutschland)

Die Höhen sind wegen Fehlbedienung etwa 50m zu groß angegeben.

Empfehlung:
Betrachten Sie die Karte (auch) in der Darstellung 'Karte/Gelände'. Bei geeigneter Vergrößerung des Maßstabs erscheint dann das Höhenprofil räumlich und vermittelt einen guten Eindruck der Topografie.

Zwischen der Burg Guttenberg und dem Oberotterbacher Tal gab es zur Versorgung der Burg einen Verbindungsweg durch die sog. Schlosshohl (Hohl = Hohlweg).

Diese Hohl ist heute wegen der Vielzahl ihresgleichen in der Umgebung nicht leicht zu finden und noch schwieriger zu durchlaufen. Letzteres weil Bäume in sie und auf ihre Ränder gefallen sind. Daher kann man durchgehend weder im Inneren der Hohl noch auf den Rändern laufen. Außerdem ist die Hohl sehr tief, so daß ein Wechsel vom Rand nach unten oder umgekehrt Mühe bereitet.

Wir beginnen auf dem Weg GELBER PUNKT an der Stelle DREI BUCHEN im Süden der Burg Guttenberg und gehen in Richtung Oberotterbach. Der Weg hat anfänglich die Markierung KAPELLENWEG, verläßt sie aber später. Er führt bergab bis zum Otterbach, der am Nordosthang des Schlossbergs unterhalb der Burg entspringt und ein linker Zufluss des Rheins ist.

Den Bach überquert der Weg und entläßt uns auf den Weg GELB-GRÜN, der auch Waldgeisterweg genannt wird. Diesem können sie nach rechts richtung Oberotterbach etwa mit Einkehr im Schützenhaus folgen oder nach links richtung Hohe Derst/Parkplatz DREI EICHEN/GELBER PUNKT. Er weist in beiden Richtungen an seinem Rand Schnitzerein des Oberotterbacher Künstlers Volker Dahl auf, eben die Waldgeister.

Meine größte Enttäuschung während der Wanderung erlebte ich mit der Beobachtung, daß die auf meinen topografischen Papierkarten deutlich erkennbaren Hohls auf der OpenStreetMap (OSM), mit der das Handy geladen ist, nicht zu sehen sind. Ursprünglich wollte ich es nicht einmal glauben, ging auf der Suche kreuz und quer und hegte schon böse Gedanken gegen OSM. Dann sagte ich mir, OSM verstehe Street' wohl wörtlich, und einen Weg in der Tiefe eines Hohlweges erkenne OSM wohl nicht als Street an.

Also: Falls jemand ein Overlay für OSM kennt, das Wanderwege des PWV als solche zeigt und/oder Hohls sichtbar macht, bitte ich dringend um Mitteilung.

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Zur Geschichte der Burg werden Sie in https://www.oberotterbach.de/kultur-u-geschichte/ruine-guttenberg.html fündig. Daraus zitiere ich: "Möglicherweise erstmals erwähnt wurde die Burg 1151 als staufische Reichsburg, die durch den Ministerialen Landolfo de Gudenburc verwaltet wurde, oder mit Ulrich von Guttenberg (Udelricus de Gudenburhc), der 1174 dem Kloster Eußerthal eine Schenkung tätigte. Sichere erste Erwähnung ist 1246, als Isengard von Falkenstein, in Vertretung für ihren Ehemann Reichstruchsess Philipp I. von Falkenstein, die Burg an König Konrad IV. übergab. Ab 1317 gelangte die Burg zur Hälfte als Lehen an die Grafen von Leiningen, während die andere Hälfte wenig später an die Kurpfalz fiel. Bei der Pfälzischen Teilung von 1410 wurde die Burg Herzog Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken zugeschlagen. Die Leininger verloren 1463 ihren Besitzanteil, der über die Hanau-Lichtenberger an die wittelsbachische Seitenlinie Pfalz-Zweibrücken gelangte. 1525 im Deutschen Bauernkrieg wurde Burg Guttenberg vom lothringischen Bauernhaufen zerstört."
Unser Ende der Wanderung enlang der Hohl ist auf diesem Stein als Eingang der Schloßhohl bezeichnet. Die folgende Erklärung zur Schloßhohl lesen wir dort: Ausgebauter Hohlweg vom Tal bis zur Guttenburg führend. Kürzeste Verbindung vom Dorfe Oberotterbach zur Burg. Als Reit- und Fahrweg führte er z.T. durch roten Sandstein, deshalb auch der frühere Sprachgebrauch "Rote Hohl" genannt. Die Länge beträgt etwa 1,5 Km. Breite ca 2m und die Tiefe zwischen 3 und 4m. Am Beginn der Hohl befindet sich ein wohldurchdachtes und sinnvoll angelegtes Verteidigungssystem. Erdwälle als Schanzen und zwei parallel zur Hohl verlaufende Sicherungs- oder Verteidigungsgräben bilden für den Zugang zur Burg schon hier eine wirksame Verteidigungsmöglichkeit. Willi Fischer Steinbruch ( ehem. Schanze? )
Schnitzereien von Volker Dahl in Oberotterbach: https://www.oberotterbach.de/kultur-u-geschichte/kuenstler.html
Anfang und Ende der Wanderung ist die Kuppe zwischen Böllenborn und Reisdorf. Der Pfad, auf dem wir beginnen und ankommen, heißt Franzosenpfad.

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