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21,86 km

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bei Prosica (Montenegro)

Nach einer eher unruhigen Nacht wollten wir früh los. Wir kamen aber erst gegen 9 Uhr weg, nach einer morgendlichen Einladung zum Kaffee in eines der Häuser am See. Dabei wurde auch immer Schnaps gereicht (für jeden Fuß einen). Der Balkan funktioniert nicht ohne Schnaps.
Der Weg ging in Serpentinen hoch, mit eindrucksvollen Tiefblicken auf den See und nach Albanien. Bis unmittelbar vor Grenznähe war immer ein Weg sichtbar. Unterwegs wurden wir nochmal zum Kaffee / Schnaps eingeladen, Wanderer sind hier nicht alltäglich. Zwei / drei Kilometer vor der Grenze zu Albanien war der Weg dann nicht mehr erkennbar. Den "Weg" den wir ursprünglich gehen wollten und der auf Google Earth relativ bequem aussah, stellte sich vor Ort als Wildbach heraus, der sich dann zu einer Klamm verengte. Na ja.
Wir fanden dann doch einen anderen Weg an der Böschung der Schlucht entlang. Der letzte Abschnitt vor der Grenze war völlig überwachsen und teilweise abgerutscht. Mit Blick auf das GPS war auf jeden Fall die Richtung klar. Wir waren schon über die Grenze weg, da sahen wir tief in der Schlucht unter uns einen Fahrweg, der auch in der digitalen Karte verzeichnet war. Wir stolperten 100 / 150 m die Böschung bergab, von einem Baum zum andern. Dann waren wir auf dem Weg, in Albanien, im wilden Land der Skipetaren.
Für die letzten 3 km hatten wir jeweils eine Stunde gebraucht. Als wir den Fluss erreichten haben wir die Waldreste von Kopf und Rucksack entfernt und uns oberflächlich frisch gemacht. Die ersten Bunker, das für Albanien typische Bauwerk, eine grandiose Verschwendung von Resourcen, tauchten am Weg durch das Hochtal auf.
Die Nacht haben wir in einem Privatzimmer verbracht. Es war ein sehr anstrengender Tag, wir waren geschafft.

(From Rikavacko Lake via Kriodoljski Katun to Vermosh (Albania)
Well

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