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bei Gengenbach, Baden-Württemberg (Deutschland)

Aussichtsreiche Wanderung über die Höhen des Mittleren Schwarzwalds
In dem denkmalgeschützten ehemaligen Bahnwärterhaus hat die Flößergilde Schwaibach 1991 ein Museum eingerichtet, das die Geschichte der Flößer im Kinzigtal sehr ausführlich zeigt. Dieser Beruf war bis ins 19. Jh. ein wichtiger Broterwerb im ganzen Schwarzwald. 1894 fuhr das letzte Floß die Kinzig hinab Richtung Rhein. Bei der Flößerkapelle, die nicht mehr auf ihrem ursprünglichen Platz steht, schickten die Flößer vor ihrer Weiterfahrt noch ein Gebet zum Himmel, um für die gefährliche Fahrt den Segen zu erbitten. Man sagt, die Flößer waren rauhe Kerle mit einem weichen Herz. Im Erdgeschoss des Museums dreht sich alles um die Flößerei. Das erste Obergeschoss ist der Kinzig und dem Waldgewerbe gewidmet. Zahlreiche Dokumentarfilme über Flößerei, Waldgewerbe und Holzverarbeitung können im Medienraum angesehen werden. Im oberen Stockwerk hat die Sonderausstellung "Faszination Schwarzwaldbahn" ihren Platz gefunden. Schwerpunkte der Ausstellung sind unter anderem: Flößerei auf der Kinzig und anderswo Die Kinzig als Wasserweg und Lebensraum Waldgewerbe und Holzwirtschaft Medienraum: Dokumentarfilme zu den genannten Themen Sonderausstellung: 'Faszination Schwarzwaldbahn' Broschüre 'Die Schwarzwaldbahn' im Museum erhältlich
Im Kinzigtorturm befindet sich heute das wehrgeschichtliche Museum der Gengenbacher Bürgergarde. Wer von der Kinzigseite den Verlauf der Stadtmauer verfolgt, kann feststellen, dass sie direkt zum Kinzigtorturm führte. Er ist der größte und stärkste aller Türme und hatte die wichtigste Aufgabe in der Stadtverteidigung. Die Wehrgänge führten von beiden Seiten zu diesem Turm. Von der Türmerwohnung aus wurde die Stadt Tag und Nacht bewacht. Die Aufgabe des Türmers war, die herannahenden Floße auf der Kinzig, die über die Brücke anreisenden Händler mit einem städtischen Zoll zu belegen, denn Gengenbach hatte als freie Reichsstadt die Handelshoheit. Eine weitere wichtige Aufgabe war die Feuerwache und das Ausrufen der Stunde. Alle Vorkommnisse wurden mit einem Messinghorn angezeigt, welches noch im Besitz der Stadt ist. Der Kinzigtorturm war der Haupteinlaß zur Stadt. Bei der 1991 begonnenen Renovierung wurde das Fallgatter wieder angebracht und der Turm als Museum eingerichtet. Hier erfährt man einiges über Geschichte und Funktion des Kinzigtorturms. Auch die Vergangenheit der Gengenbacher Bürgerwehr ist dokumentiert. Zudem sind verschiedene Requisiten wie Gewehre, Bandoliere und Degen ausgestellt und im obersten Stockwerk kann eine originalgetreu nachgestellte Türmerwohnung besichtigt werden.
Kommen, schauen, staunen! Wie jedes Jahr seit nunmehr 20 Jahren verwandelt sich das Gengenbacher Rathaus mit seinen 24 Fenstern von 30. November bis 06. Januar zum weltgrößten Adventskalenderhaus und verzaubert seine Besucher. Der Gengenbacher Adventskalender ist eine winterliche Erfolgsgeschichte. Seit mehr als 15 Jahren erweist sich das Gengenbacher Rathaus in der Adventszeit als magischer Anziehungspunkt: Es verwandelt sich mit seinen 24 Fenstern in den weltgrößten Haus-Adventskalender. Kommen, schauen, staunen: Bis zu 120.000 Besucher verfolgen alljährlich das Ritual des Fenster-Öffnens. Musik, Spiel und die hinterleuchteten Fenster verwandeln das Rathaus in eine „Schatztruhe der Fantasie“. Die Fenster des größten Adventskalenderhauses der Welt wurden bereits mit Werken von bekannten Künstlern wie Otmar Alt, Quint Buchholz, Marc Chagall, Tomi Ungerer, Jan Peter Tripp und Andy Warhol geschmückt. Ein Grund mehr, sich bis 23. Dezember rund ums abendliche 18.00Uhr - Fensteröffnungs - Ritual treiben zu lassen. Ein Streifzug durchs adventliche Gengenbach mit seiner stimmungsvollen Beleuchtung führt über den Adventsmarkt und vielleicht auch in die Schau- und Staun-Räume des Museums Haus Löwenberg, wo passend zum Adventskalender Ausstellungen präsentiert werden.
Noch im Bereich der großzügigen Platzgestaltung und Straßenführung stehen wir vor der alten Ratskanzlei an der Westseite des Marktplatzes. ... ... Dieses Haus fällt besonders auf, weil es mit seinem Giebel zur Straße steht. Die Abkehr von der landesüblichen Traufenstellung soll die Bedeutung des Reichsstädtischen Kanzleigebäudes besonders hervorheben. Auf dem originellen Türvorbau lesen wir auf dem Gesims des Torbogens die Jahreszahl 1699, was auf den Vorarlberger Baumeister Franz Beer schließen lässt, der in dieser Zeit den Wiederaufbau des Klosters plante. Bemerkenswert ist noch die auf dem Volutengiebel stehende goldene Madonna.
Nur wenige Schritte von der Stadtmitte entfernt treffen wir auf die ehemalige Stadtbefestigung. ... Wir sehen hier einen halbrunden Turm, der nach der Stadt zu völlig offen ist. Dieses "Rondell", in der Überlieferung Schwedenturm genannt, hatte eine reine Verteidigungsfunktion. Von hier aus konnte die Stadtmauer zusätzlich gesichert werden. Die Erschließung mit einer Treppe soll dem Besucher einen besonders reizvollen Einblick in den Altstadtbereich Gänsbühl geben. Das neben dem Schwedenturm stehende Fachwerkhaus, in dessen offenem Dachgeschoß die Färber ihre Stoffe trockneten, gilt nach der Überlieferung als das älteste Haus in Gengenbach. Es trägt die Jahreszahl 1747.
Dieser städtebaulich bedeutendste Turm wurde wohl in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und krönt das einzigartige Stadtbild. ... ... Die nach dem Stadtbrand wieder errichteten Häuser baute man mit der Rückseite einfach auf die Stadtmauer. Dies sehen wir deutlich bis zum Ober- oder Haigeracher Torturm. Die trichterförmig auf ihn zulaufenden Häuserfronten finden hier einen würdigen Abschluss. In diesem markanten Wach- und Wehrturm ist eines der Stadttore, das heute noch ein zwei Tonnen schweres Fallgitter besitzt. Der behäbige Turm erhielt nach 1689 über dem Viereck einen ins Achteck übergehenden Turmhelm mit Wetterhahn. Zur Stadtseite finden wir eine Sonnenuhr und das Stadtwappen aus dem Jahr 1618. Im Tordurchgang wurde auch das letzte öffentliche Back-, Wasch- und Schlachthaus erhalten. Vom Obertorturm aus breitet sich die Stadt vor uns aus, als wolle sie uns mit offenen Armen empfangen.
Die Scheffel-Eiche wurde zum Gedenken an den Dichter Josef Victor von Scheffel (1826-1886) gepflanzt
Am Fuß des Mooskopfes steht ein Gedenkstein für Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen (1622-1676). Er war Schriftsteller, Regimentssekretär, Gutsverwalter und Schultheiß (Gemeindevorsteher mit Ausübung der höchsten Gerichtsbarkeit) im badischen Renchen. Seine Romanfigur Simplicius Simplicissimus lebt im Roman Der abenteuerliche Simplicissimus während des Dreißigjährigen Krieges mehrere Jahre auf der Moos und beschrieb die herrliche Aussicht.

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