Schwierigkeitsgrad   Leicht

Fahrzeit  eine Stunde 26 Minuten

Zeit  2 Stunden 18 Minuten

Koordinaten 998

Hochgeladen 9. Mai 2018

Aufgezeichnet Mai 2018

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5,68 km

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bei Harkotten, Nordrhein-Westfalen (Deutschland)

Unser Rundweg führt uns am Schloss Harkotten vorbei.

Das Schloss Harkotten befindet sich im Sassenberger Stadtteil Füchtorf im Münsterland und ist eines der seltenen Beispiele einer Doppelschlossanlage.

Da sie zu privaten Zwecken genutzt wird, ist sie für die Öffentlichkeit in der Regel nicht zugänglich, jedoch befindet sich in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Korff’schen Schlosses ein Gartencafé und das Herrenhaus steht für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung, wie zum Beispiel das Gartenfestival.

Die heutige Schlossanlage geht auf einen Vorgängerbau aus dem 14. Jahrhundert zurück. Zwischen 1297 und 1309 erbaute Heinrich II. von Korff als Lehnsmann des Bistums Münster eine Wasserburg zur Sicherung der Bistumsgrenzen gegenüber Osnabrück, die von einem umfangreichen Gräftensystem umgeben war.

Nach seinem Tod 1334 teilten seine beiden Söhne Heinrich und Eberhard den Besitz unter sich auf. Während Eberhard den westlichen Teil der Burg erhielt, kam der östliche Teil an Heinrich, der sich anschließend von Korff-Smiesing nannte. Seit jener Zeit existieren auf dem Areal zwei getrennte Herrenhäuser. Die Vorburg, die Mühle, das Gerichtshaus mit Kerker und die Försterei blieben aber ebenso wie die Brauerei und die ab 1311 erbaute Schlosskapelle im gemeinsamen Besitz beider Familienzweige.
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Schloss von Ketteler Nachdem die Harkottener Linie der Korff-Schmiesing 1615 im Mannesstamm erloschen war, kam ihr Anteil über die Erbtochter Christine an die Familie ihres Ehemanns, die Freiherren von Ketteler. 1755 ließen diese ihren Teil der Burg abreißen und an gleicher Stelle ab 1754 ein repräsentatives Barockschloss nach Plänen des fürstbischöflichen Feldhauptmanns und Landesingenieurs Johann Leonhard Mauritz Gröninger erbauen. Fertiggestellt wurde es erst im Jahr 1767, da die Bauarbeiten während des Siebenjährigen Krieges von 1758 bis 1763 unterbrochen wurden. Die Freitreppe vor dem Schlossportal wurde sogar erst 1796 fertiggestellt. Nach 1800 kam nördlich des Schlossgebäudes eine Gartenanlage hinzu, die sich an barocken Vorbildern orientierte. Das barocke Schlossgebäude ist ein verputzter Backsteinbau mit zwei Geschossen, die sich über einem Keller erheben und durch ein flaches Mansarddach abgeschlossen sind. Eine doppelläufige Freitreppe führt zum Portal im Mittelrisalit der Südfassade, das einen halbovalen Grundriss besitzt und durch einen geschwungenen Giebel mit dem Allianzwappen der Ketteler und Korff abgeschlossen ist. Flache Seitenrisalite umschließen mit einer sich anschließenden, niedrigen Mauer einen kleinen Ehrenhof im Süden. Der Garten nördlich des Schlossgebäudes kann über eine Terrasse im Hochparterre betreten werden. Im Inneren sind noch alte Marmorkamine und aufwändig gearbeitete Stuckdecken erhalten. Nachdem die Firma des Designers Luigi Colani mehrere Jahre im Schloss beheimatet war, schloss 1988 die Familie Sieger einen Erbpachtvertrag mit der Familie Ketteler ab und ließ es umfassend restaurieren. Die Räume werden noch heute als Sitz einer Designagentur der Brüder Christian und Michael Sieger genutzt.
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Im Treppenhaus des Kettlerschen Schlosses hängt seit vielen Jahrzehnten ein Bildnis, welches allgemein die Bezeichnung „Weiße Dame“ trägt. Es ist eine Pastellzeichnung einer Frau aus dem 18. Jahrhundert mit einem großen Federhut. Nimmt man das Bild von der Wand und hält es gegen das Licht, tritt ein zweites Bild in Sicht, welches ebenso hässlich ist, wie das erste liebreizend war. Der Samt des Hutes sieht aus wie hartes Strohgeflecht, die Augen sehen starr, die Pupillen sind klein und ohne Leben, Mund und Kinn hässlich entstellt und der nackte Hals ist voller blutig-roter Striemen. Wie dieses Bild entstanden ist, ob es eine Übermalung oder durch Scheuern der Pastellfarben unter dem Glasrahmen hervorgerufen wurde, ist heute nicht mehr feststellbar. Um dieses Bild ranken sich nach der Art einer Weißen Frau verschiedene Sagen und Erzählungen. Nach der einen soll sie eine als Hexe verbrannte Jungfrau sein, nach der anderen „Breen Tühne“, eine zur nächtlicher Stunde emporsteigende Nebelfrau. Andere Erzählungen bringen es mit der in der Nähe gelegenen Totenknapp, wieder andere mit den beiden im Südosten im zweiten Stock des Schlosses zugemauerten Fenstern in Verbindung. Im 18. Jahrhundert wollte ein Bewohner gesehen haben, wie die weiße Dame zu mitternächtlicher Stunde aus der breiten Gräfte (Breen Tühne) emporschwebte und durch das geschlossene erste Fenster in das Schloss eindrang, um nach einer halben Stunde durch das zweite Fenster wieder zu entweichen. Den guten Menschen erschien sie als liebreizende junge Frau, den bösen als die hässliche Hexe. Nachdem man das erste Fenster zugemauert hatte, benutzte sie das zweite. Als das zweite Fenster auch zugemauert wurde, verblieb sie im Schloss und soll sich heute noch dort aufhalten und alle zwölf Jahre zu mitternächtlicher Stunde erscheinen, wenn sich kleinere Nebelwölkchen über der Gräfte und den Wiesen erheben.
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