Koordinaten 438

Hochgeladen 14. Juli 2020

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bei Ybbsitz, Lower Austria (Austria)

Die Schmiede Meile in Ybbsitz ermöglicht im Zuge einer kleinen Wanderung entlang des Prollingbaches etwas über das Schmieden, insbesondere wie es früher gehandhabt wurde, kennen zu lernen.
Die Meile beginnt in Ybbsitz am Beginn der Eisenstraße. Nach Überqueren des Prollingbaches auf der Brunnengasse kommt man zum Schaumarkt mit einem Brunnen in der Mitte und angrenzend ein ehemaliges Hammerherrenhaus, das sogenannte Schwarze Haus.
Die Besitzer der Hammerschmieden wurden Schwarze Grafen genannt.
Das Besondere der Schmiedemeile in Ybbsitz sind die erhaltenen Hammerschmieden.
Eine mit Wasserkraft betriebene Schmiede wird Hammerschmiede genannt.
Die Hammerschmieden finden sich deshalb an fließenden Gewässern. Die Wasserkraft wurde zum Heben der schweren Hämmer benutzt. Die Hämmer, auch Bär genannt, wurden auf das Werkstück fallen gelassen.
In Ybbsitz gab es einmal 20 Hammerschmieden. Sie haben Hacken, Krautmesser und Reifenmesser hergestellt haben. Die produzierten Werkzeuge mußten auch geschliffen werden. Dazu gab es einmal an die 20 Schleifmühlen, da wo sich die Noth zu einer Schlucht verengt. Das Tal des Prollingbaches wird als "In der Noth" bezeichnet. In diesem Bereich findet sich auch die Erlebnisbrücke, die man am Hinweg überquert.
Zurück wird der Wasserfallweg empfohlen. Auf diesem ist nur ein kleine Brücke über einen kleinen Zubringer des Prollingbaches zu überschreiten.
Am ersten Sonntag im Monat von Mai bis Oktober gibt es im Fahrngruber Hammer eine Vorführung, bei der man zuschauen kann, wie 2 Schmiede mit einem historischen Federfallhammer eine Hacke schmieden. Der Besuch einer solchen Vorführung ist sehr zu empfehlen. Dadurch behält man das Gesehene in lebendiger Erinnerung.
Entlang des Weges gibt schöne Rastplätze, auf denen man sich zum Jausnen nieder lassen kann, den die einzige Einkehr Möglichkeit entlang der Schmiede Meile, das Gasthaus Bauernschrotmühl, hat geschlossen.
Ein besonders schöner Platz zum Rasten ist der Goldfischteich oberhalb des Fahrngruber Hammers. Der Goldfischteich hat eine interessante Geschichte, denn er wurde ursprünglich zum Gewinnen von Eis für die Bierkühlung im Sommer angelegt wurde. Das Getränk der Schmiede war nämlich Bier.

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Brücke

Beginn der Schmiedemeile am Abgang der Brunnengasse von der Eisenstraße

Der Anfang der Schmiedemeile ist am Beginn der Eisenstraße in Ybbsitz, dort wo die Brücke der Brunnengasse über den Prollingbach rechts abgeht.
Wasserstelle

Schwarzes Haus Herrenschmiedgasse Nr. 1

Vor dem Schwarzen Haus, einem ehemaligen Hammerherrenhaus, in dem die Schwarzen Grafen zu Hause waren, findet sich auf einer platzartigen Erweiterung der Hammerschmiedgasse ein Brunnen aus dem Jahre 1884 mit oktogonalem Becken mit eingestelltem Pfeiler und aufgelegter Kugel. Der Brunnen war bis 1930 auf dem Marktplatz und wurde 1936 wieder errichtet. Das Schwarze Haus ist ein wuchtiger zweigeschoßiger Bau aus der Zeit von Ende des 18. Jahrhunderts, der im Kern spätmittelalterlich ist. Er verfügt über ein Walmdach mit 2 Rieselputzfassaden mit Lisenengliederung und Fensterrahmungen aus Rokokostuck. Eine Lisene ist eine schmale und leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand und ein Rieselputz ist ein Putz mit grobkörnigem Sand und feinem Kies. Ein Walmdach hat auch auf der Giebelseite geneigte Dachflächen.
Baum

Ende der Schmiede Meile

Die Schmiede Meile endet dort, wo sie begonnen hat, in Ybbsitz am Beginn der Eisenstraße.
Foto

Zurückhaltung des Prollingbaches

Vor den Hammerschmieden wurde das Wasser zurückgehalten, damit man Reserven hatte, wenn man einen Zahn zulegen wollte.
Park

Dr. Meyer Park Stockbahn Kinderspielplatz

Im Dr. Meyer Park gibt es Info Tafeln zum Leben der Schmiede und einzelne Metallskulpturen. Weiters eine Stockbahn und ein naturnaher Kinderspielplatz. Der Dr. Meyer Park wird auch als Hundepromenade benutzt.
Building of interest

Sonneck Werk II

Herrenschmiedgasse Nr. 2 ist der Genossenschaftshammer, ein ehemaliger Pfannenhammer, jetzt Werkzeugerzeugung der Firma Sonneck, Werk II. Ein breitgiebeliger, biedermeierlicher Bau mit Sichelfirst, der 1903 umgebaut wurde.
Building of interest

Sonneck

Gleich zu Beginn der Schmiedemeile sieht man von der Brücke der über den Prollingbach aus ein Gebäude auf dem Sonneck steht. Dem Aussehen nach und der Lage am Prollingbach nach dürfte es sich auch um eine ehemalige Hammerschmiede hanlden.
Building of interest

Sonneck Werk IV Werkzeugschmiede

In der Noth Nr. 37, ehemaliger Schölnhammer-Hammer. Eine Hammerschmiede, die 1960 zur Werkzeugerzeugung, Sonneck GmbH Werk IV, umgebaut wurde. Zweigeschossiges Hauptgebäude mit Rieselputzfassade und historischem Dekor.
Fluss

Sonneck Prollingbach Zurückhaltung

Zurückhaltung des Prollingbaches beim Sonneck Werk IV. Um einen Zahn zulegen zu können, wurde das Wasser vor einer Hammerschmiede aufgestaut.
Fluss

Prollingbach gefürchtete Hochwässer

Der Prollingbach ist ein Wildbach, der in dem letzten Drittel seines Verlaufes auf einem kleinen Abschnitt am Fuße des Prochenberges durch ein enges Tal, die Noth, nach Ybbsitz fließt. Er entspringt im Prollinger Wald und fließt 12,7 km von Süden nach Norden, etwa parallel zur Ybbs auf ihrer Strecke von Opponitz nach Waidhofen-Gstadt nur etwas weiter östlich. Sein Ursprung ist auf 680 m seine Einmündung in die schwarze Ois in Ybbsitz auf 408 m. Somit fließt er etwa 270 hm bergab. Der Prollingbach ist wegen seiner Hochwässer gefürchtet. Von 2019 - 2026 werden daher 19.690.000,— euro für Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Hochwasserrückhaltebecken, Geschieberückhaltesperren und Lineare Maßnahmen aufgwendet.
 Der Prollingbach gehört zu den Fischereirevieren des Stiftes Seitenstetten. Der Pächter des Prollingbaches ist dazu verpflichtet, jährlich 40 Stück Forellen an den Ybbsitzer Pfarrhof zu liefern.
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Fahrngruberhammer Schauschmiede Kurse

Seit dem 16. Jahrhundert bis 1985 Hackenschmiede. 1973 restauriert. Seit 1992/93 gibt es beim Fahrngruber Hammer auch ein Köhlermuseum. Eingeschoßiges biedermeierliches Werksgebäude mit breiter Giebelwand. 2 Essenschlote. Als Esse wird die Feuerstelle bezeichnet, in der das Eisen erhitzt wird. Im Inneren der Hammerschmiede offene Dachstuhlkonstruktion. Die Maschinenausstattung inklusive der 2 Federfallhämmer stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Sehenswert sind die Schmiedevorführungen die jeden ersten Sonntag in den Monaten Mai bis Oktober stattfinden. Eine direkte sinnliche Erfahrung, wenn die Hämmer mit voller Kraft auf das glühende Eisen einschlagen.
See

Goldfischteich - Eis für Bierkühlung

Der Goldfischteich diente ursprünglich zur Eisgewinnung im Winter. Die Arbeit in der Hammerschmiede machte durstig. Ihre Durst pflegten die Schmiede mit Bier zu stillen. Das Eis für die Kühlung des Bieres im Sommer stammte vom Goldfischteich. Heute ist der Goldfischteich ein Ort der Ruhe. Der Teich ist großflächig mit Seerosen bedeckt. In der Mitte ist die Metallskulptur eines Künstlers. Am Rande kann man an einem Modell die Funktionsweise eines Schwanzhammers studieren. Man sieht wie durch ein Wasserrad der Kopf des Hammers gehoben wird bevor er von selber wieder fällt. Der kleine Abstecher von der Schmiedemeile zum Goldfischteich lohnt sich.
Picknick

Rastplatz Nothberg

Über die Nothbergstraße vis-à-vis vom Eybl-Hammer gibt es den Nothberg Rastplatz.
Picknick

Rastplatz

Vor dem Eybl-Hammer gibt es einen Rastplatz.
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Eybl-Hammer Schwanzhämmer Schmiede Kurse Feste

Sepp Eybl hat 1999 das im Spätmittelalter errichtete, ehemalige Schaufelhammerwerk, ein Werksgebäude mit seitlichen Fachwerkteilen unter verbreitertem Satteldach mit 2 Essenschloten, das einst Strunz Hammer genannt wurde, gekauft und die Schmiedemaschinen wieder instand gesetzt. Einzigartig sind zwei Schwanzhämmer.  Ein Schwanzhammer ist ein ursprünglich von einem Wasserrad angetriebener Fallhammer. Bei einem Fallhammer bewegt sich der Kopf, der Bär genannt wird, durch die Schwerkraft nach unten, nachdem er zuvor mit Wasserkraft gehoben wurde. Schwanzhämmer waren bereits im Spätmittelalter im Einsatz. Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie durch effektivere Arten wie z.B. den Feder-Fallhammer abgelöst. Der wesentliche Unterschied zu den Schwanzhämmern ergibt sich aus dem dynamisch verstärkten Schlagverhalten durch das Auf- und Abbewegen des an einem Blattfederpaket befestigten Hammerbärs. Bei den Fotos finden Sie eine Abbildung des Federfallhammers vom Fahrngruber-Hammer. Das Video zeigt Walter Dorfer, der im Eybl-Hammer gelernt hat, bei der Arbeit mit einem Schwanzhammer.
Fluss

Wasserkraftwerk am Prollingbach jetzt EVN

Ursprünglich befand sich hier am Prollingbach auch der sogenannte Schölnhammer Hammer, der 1919 abgetragen wurde und an dessen Stelle von der Gemeinde Ybbsitz ein Wasserkraftwerk errichtet wurde , das 1950 von der EVN übernommen wurde.
Picknick

Rastplatz hängende Mauer

Nach der Überquerung des Prollingbaches und der Nothbergstraße erreicht man einen schönen Rastplatz im Wald oberhalb der hängenden Mauer.
Brücke

Erlebnisbrücke Prollingbach Wasserfall

Die Erlebnisbrücke ist ein Kernstück der Schmiedemeile. Die Bogenbrücke aus Metall, die sich 25 m über den Wasserfall des Prollingbaches spannt, wurde 1966 an einem ehemaligen Standort einer Schleife erbaut. Im Jahre 1900 wurde an dieser Stelle das alte E-Werk errichtet.
Wasserfall

Schleifmühlen an Prollingbach Schlucht

Das von den Schmieden hergestellte Werkzeug musste geschliffene werden. Die Schleifer siedelten sich dort an, wo sich die Noth zu einer steilen Schlucht verengt. Entlang des Prollingbaches gab es etwa 20 Schleifen. Der Schleifstein wurde durch ein Wasserrad gedreht. Das Wasser ließ man auch beim Schleifen zufließen, um den Staub zu binden und seine Einatmung zur verhindern. Die Sandsteine zum Schleifen kamen aus den Steinbrüchen rund um den Sonntagberg. Mit den Sandsteinen wurden die Hacken, Kraut- und Riefenmesser bis Mitte des 19. Jahrhunderts am Nothberg geschliffen. Danach wurde der Sandstein von härteren künstlichen Schleifsteine abgelöst.
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Tannhäuser Schmiede Tannhäuser Höhle Sage

Bei der Tannhäuser-Schmiede zweigt der steile Weg zu der Tannhäuser Höhle ab. In der Tannhäuser Höhle am Prochenberg soll der Minnesänger auf seine Erlösung warten. Während die einen mit Tannhäuser den Minnesänger in Verbindung bringen, bedeutet für die anderen Tannhäuser die Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“. Unter den Minne- und Tanzlieder Tannhäusers war ein erotisches. In „Gen disen wihennachten“ beschreibt Tannhäuser den Körper der begehrten Frau von dem Augen und den rosenfarb'nen Wangen bis hinunter zum Zeh. Die Tannhäuser-Sage erzählt von dem Ritter Tannhäuser, der sich vom Venusberg zum Papst nach Rom begibt, um dort für sein sündiges Treiben Vergebung zu erhalten. Dieser weist ihn jedoch ab und der Minnesänger soll noch immer in der Höhle am Prochenberg auf seine Vergebung warten. Thomas Hochstädt, der Kunstschmiedemeister und Metallgestalter von der Tannhäuser Schmiede stammt aus Hoyerswerda in Sachsen Deutschland. Er hat in Dresden Philosophie, Kunstgeschichte und Soziologie studiert bevor er eine Lehre als Schmied begann. 2004 kam Thomas Hochstädt nach Ybbsitz und 2006 hat er sich als Schmied selbständig gemacht.
Waypoint

Einöd-Hammer Kleinprolling

In einer Streusiedlung im Prollingbachtal südlich von Ybbsitz mit der Nr. 28, der letzte Hammer auf der Schmiede Meile, befindet sich die ehemalige Hacken- bzw. Reifmesserschmiede, der "Penn-Hammer". Das eingeschoßige Werksgebäude mit breiter biedermeierlicher Giebelwand mit Sichelfirststein und seitliche Kragsteinen unter Satteldach wurde Anfang des 19. Jahrhunderts auf älterer Grundlage errichtet. Die Schmiede verfügt über 2 Essen und Rundbogenöffnungen von Mitte 19. Jahrhundert. Weiters gibt es einen verbretterten, giebelseitig gestuften Kornspeicher unter Satteldach.
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Bauernschrotmühle ehemaliges Gasthaus riesengroße Linden

Brücke

Wasserfallbrücke Wasserfall Weg

Waypoint

Beginn Wasserfallweg

Picknick

Rastplatz Wasserfall Weg

Ein schöner Rastplatz am Rückweg auf dem Wasserfallweg kurz vor der Erlebnisbrücke.
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Altes Schmiedehaus Hostieneisen Backformen

Das alte Schmiedehaus ist eine ehemalige Krautmesserschmiede. Daneben fungierte das Gebäude auch als Schankhaus. Ab 1907 Zeugschmiede, deren Besonderheit Hostieneisen für die Kirche waren. Dabei handelte es sich um zangenartige Backformen, auf deren Innenseite religiöse Motive eingraviert waren.

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