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bei Rech, Rheinland-Pfalz (Deutschland)

Bei diesem Titel denkt man sicher sofort an den Rotweinwanderweg, und ein Stückchen führt unser Vorschlag tatsächlich über diese berühmte Route. Aber die eigentliche Überraschung sind die Schönheiten, die das Gebiet hinter den Weinbergen zu bieten hat, und die Entdeckung, dass man die Weinberge auch abseits des Rotweinwanderwegs genussvoll durchqueren kann. Die Sonnenseite von Rech präsentiert sich auf der gesamten Tour in ihrem schönsten Licht.

Wir starten auf dem großen Parkplatz in Rech und müssen gleich anfangs die einzige nennenswerte Steigung überwinden, indem wir durch die Weinberge bis zur Forsterberghütte aufsteigen. Wir erhalten zunehmend schöne Weitblicke, die sich auch von mehreren Bänken aus genießen lassen. Anschließend geht es längere Zeit in anregendem Wechsel von freien und bewaldeten Passagen fast eben dahin. Nach einem weiteren unschwierigen Auf- und folgenden Abstieg durch Wald landen wir am Ende des zweiten Streckenabschnitts bei zwei Bänken, die herrliche Weitblicke in Richtung Kalenborn ermöglichen. Das folgende Wegestück bietet noch einige Zeit diese Aussicht, ehe wir in den Wald eintauchen und länger bergab, dann wieder kurz bergauf wandern und schließlich aus dem Wald treten.

Hier haben wir einen weiteren Abschnitt angesetzt, obwohl es keine Rastgelegenheit gibt. Aber an diesem Punkt eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama, das von einer kurzen Waldpassage abgesehen bis zum Ende der Tour erhalten bleibt: das Ahrtal mit Mayschoß und der Saffenburg und den gegenüberliegenden Höhen. Vor allem die Saffenburg umrunden wir in weitem Bogen und bekommen sie daher von verschiedenen Seiten zu sehen. Nachdem wir längere Zeit oberhalb des Rotweinwanderwegs gegangen sind, wandern wir im letzten Stück auf einer besonders spektakulären Passage dieses beliebten Wegs, können von mehreren schön gelegenen Rastplätzen herrliche Blicke genießen, bis wir die letzten Meter zurück ins Dorf und zum Auto auf dem Hinweg zurücklegen.

Wir sind die Tour im Juli bei herrlichem Sommerwetter gegangen, und an diesem Tag war der Wechsel zwischen den schattigen Waldpassagen und den sonnigen Ahrtalblicken ein besonderer Genuss. Beeindruckend war auch die für das Weinbergklima typische Flora: Natternköpfe überall, zwischen den Steinen der gelbe Mauerpfeffer, dazu Malven, großblütige Königskerzen, Johanniskraut, verschiedene Nelkensorten, Kreuzkraut, Gamander … Die Fotos zeigen diese bunte Blumenpracht nicht ausreichend, da sie vier Wochen vorher entstanden sind.

Gerade bei heißem Wetter sollte man allerdings auch bedenken, dass es auf der gesamten Tour keine Einkehrmöglichkeit gibt (es sei denn, man steigt zwischendurch auf einer Länge von ca. 200 m nach Mayschoß zum Weinhaus Michaelishof ab), und Proviant mitnehmen. Es gibt reichlich Rastgelegenheiten mit Traumblicken, besonders auf dem letzten Streckenabschnitt. Wer lieber auf einer Wiese picknicken möchte, hat besonders im zweiten Streckenabschnitt mehrfach Gelegenheit dazu.

Und noch ein Tipp: Am Wochenende ist der Rotweinwanderweg oft sehr stark begangen. Man könnte an einem solchen Tag die Tour in umgekehrter Richtung gehen, denn in den Morgenstunden wird man in dieser Passage auf weniger Menschen treffen als am Nachmittag.

http://www.naturaktiverleben.de/default.aspx?IndexTour=45

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