lpf911
308 61 9

Schwierigkeitsgrad   Leicht

Zeit  eine Stunde 11 Minuten

Koordinaten 463

Uploaded 7. September 2010

Recorded August 2010

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336 m
264 m
0
1,5
3,0
6,03 km

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bei Arzheim, Rheinland-Pfalz (Deutschland)

http://rlp.nabu.de/projekte/lfa-weidelandschaft/schmittenhoehe-koblenz/

Die von den Panzern geschaffenen, wüstenähnlichen Flächen mit einzelnen Brombeerbüschen und Hecken wurden sehr schnell zu einem El Dorado für Flora und Fauna! Die Kleingewässer sind genau das, was Gelbbauchunken, Kammmolche, Wechselkröten, Laubfrösche, die Kleine Pechlibelle und die Frühe Heidelibelle benötigen: Das Wasser erwärmt sich schnell und die Larven dieser Arten können sich in kurzer Zeit entwickeln, bevor diese Kleingewässer im Sommer wieder austrocknen.

Mit dem Abzug der Panzer blieben große ungedüngte Flächen zurück. Auf ihnen entwickelten sich sehr schnell bunte Blumenwiesen. Seltene Orchideen wie Bienenragwurz und Pyramidenorchis wachsen hier, sogar das Übersehene Knabenkraut, das es nur an zwei Stellen in Rheinland-Pfalz gibt. In den Wiesen kommen viele Heuschrecken vor, darunter auch die sehr seltene Plumpschrecke (Isophya kraussi), für die es nur wenige Nachweise in Rheinland-Pfalz gibt.

In den feuchten Quellwäldern ist oft der Große Schillerfalter sowie der Kaisermantel zu beobachten. Über den Trockenwiesen flogen im Sommer 2009 sehr viele Postillione und die Goldene Acht.

Damit wurde der Standortübungsplatz zu einem attraktiven Lebensraum für viele Vogelarten. Neuntöter und sogar den sehr seltenen Raubwürger findet man hier. Die in der Agrarlandschaft stark zurückgehende Feldlerche hat stabile Bestände.

Die vielen Insekten in den blütenreichen Fluren sind aber nicht nur Anziehungspunkt für Vögel, sondern auch für Fledermäuse. Für sie stellt das Gebiet ein wichtiges Jagdhabitat dar.

Die auf der Schmidtenhöhe vorkommenden Amphibien-, Fledermaus- und Vogelarten gehören zu den seltensten Arten in Europa. Zum Schutz des europäischen Naturerbes müssen die besten Lebensräume dieser Arten geschützt werden. Deshalb wurde die Fläche Teil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“.

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