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39 5 0

Schwierigkeitsgrad   Moderat

Koordinaten 432

Uploaded 8. August 2011

Recorded August 2011

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1.864 m
1.498 m
0
3,6
7,1
14,3 km

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bei Goderschach, Carinthia (Austria)

Auf den Bergtouren in den Karnischen Alpen findet man sie immer wieder. Die Spuren des Ersten Weltkrieges. So auch in diesem Abschnitt zwischen Straniger Alm und der Zollner-See-Hütte. Stollen, Kavernen, gemauerte Wegtrassen, Frontsteige, Schützengräben, ein eindrucksvolles Kriegerdenkmal und vieles mehr. Bald hundert Jahre alte Zeugen aus einer hoffentlich nie mehr wiederkehrenden Zeit.
<p>Man begegnet auf Schritt und Tritt nat&uuml;rlich auch erfreulichen Dingen der Gegenwart. Zum Beispiel der j&auml;hrlich wiederkehrenden und hier &uuml;ppig wachsenden Flora. Oder der Tierwelt, die typisch s&uuml;dlich und der Hochmoor- und Almlandschaft angepasst ist. Oder &bdquo;ganz alten&ldquo; Zeitzeugen, Millionen und Abermillionen Jahre alt. Wer diese konkret sind &ndash; das erz&auml;hlen ihnen unterwegs &auml;u&szlig;erst informativ gestaltete Schautafeln entlang des &bdquo;Naturpfades Zollner See&ldquo;. Lassen sie Steine erz&auml;hlen, finden sie versteinerte Muscheln oder erfreuen sie sich an Abdr&uuml;cken von Seelilien, Korallen oder Farnen.</p>
<p>Einer wird sie aber ganz sicher tief beeindrucken:</p>
<p>Der friedliche Zollner See. Der rund 1 ha gro&szlig;e und maximal 2,80 m tiefe See liegt in einer Ost-West ausgerichteten Senke zwischen dem s&uuml;dlichen Grenzkamm und dem n&ouml;rdlichen Seeb&uuml;hel. Gespeist wird er von mehreren kleinen Zufl&uuml;ssen vom S&uuml;den her, die aus den breiten, von schwarzen Schiefern des Silurs unterlagerten Sumpfmulden kommen. Die seichte Mulde, die vom See ausgef&uuml;llt wird, entstand vermutlich durch Toteis im unterlagernden Gestein. Das Abschmelzen des Eises wird vor rund 3.000 Jahren angenommen.</p>
<p>Einen besonderen Reiz &uuml;bt auf den Betrachter das Seeufer aus, das von Almrauschb&uuml;schen, B&uuml;rstlingrasen und Sumpfwiesen ums&auml;umt wird. Dazu kommen Wasserpflanzen wie Laichkraut, Fieberklee und Igelkolben.</p>
<p>Im Sommer kann die Wassertemperatur auf 20&deg; ansteigen, im Winter sind Eisdicken von 1 m keine Seltenheit. Der Zollner See ist reich an moos- und Schlamm bewohnenden Algen, weiters an tierischem Plankton.</p>
<p>Der Versuch, Fische auszusetzen, schlug &uuml;ber die Jahre fehl.</p>

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