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143,63 km

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bei Fontibre, Cantabria (España)

Unsere diesjährige Radtour im Juni von Ernesto und mir war von der Quelle des Ebro bis ins Delta bei Tortosa geplant. Als erster Übernachtungsort auf dem Weg an die Atlantikküste war Soria vorgesehen, um am nächsten Tag weiter nach Santander zu fahren. Am folgenden Tag fuhren wir dann in die Nähe der Quelle des Tajo nach Arroyo an den Embalse del Ebro.
Unsere Frauen brachten uns am nächsten Tag zur 'Geburtsstätte' des Ebro. Die ergiebigen Regenfälle des vergangenen Winters liess auf einen flott fliessenden Begleiter schliessen. Schon der Embalse del Ebro war übervoll.
Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnten war, dass sich die erhoffte Schönwetterlage abrupt ändern sollte. In der Folge wurde es kühler und regnerischer, insbesondere nach dem Ort Frías, was ja mit Kälte zu tun hat. In den Nachrichten hörte und sah man von Überschwemmungen entlang des Rio Ega und des Rio Arga, die beide in den Ebro münden. Die Ausmasse wurden uns im Laufe der Tour richtig bewusst. Der Pegelstand des Ebro war zum Teil bis 4 Meter über normal, was bedeutete, dass die angrenzenden Ackerflächen und Grünzohnen enorm in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Für uns hiess das jeden Tag flexibel sein und meistens umdisponieren. Der Camino entlang des Ebro war oft 'Sumpfgebiet'. Auch war er bis zu diesem Zeitpunkt sehr wenig begangen/befahren worden, was der üppig wuchernden Vegetation zu Gute kam - uns nicht. Überall hatten wir 'Krautwickel', ums Tretlager und in den Schaltmechanismen.
Unsere 12 Etappen führten uns zu einem grossen Teil entlang des GR 99, dem 'Camino Natural del Ebro'. Aus erwähnten Gründen wichen wir auf - für uns - mehr oder weniger befahrbare Wege und Strassen aus. Alles in allem 620 Km mit kumulierten 12'000 m Steigung (gemäss GPS-Track-Analyse.net).
Start 'Nacimiento del Ebro' (Fontibre 900m) - Polientes 57 Km
Polientes - Tudanca de Ebro / Tubilleja 52 Km
Tubilleja - Frías 34 Km, wobei wir der vorangeschrittenen Zeit wegen bei Contado die Hilfe des Coche de Apollo in Anspruch nahmen. Die Zeit büssten wir hauptsächlich bei der Überquerung des 'Alto de Los Tornos' ein. Ein sich aufwärts schlängelnder Bergpfand wo die Räder getragen werden mussten. Beim Abstieg dann eine Geröllpiste und zum Teil Holztreppen!
Frías - Miranda de Ebro 44 Km
Miranda de Ebro - Elciego 31 Km
Elciego - San Adrian 85 Km Diese Strecke (21. Juni) liessen wir wegen miesen Wetterverhältnissen ausfallen.
San Adrian - Tudela 67 Km wo die imposante Halbwüste 'Bardenas' ist.
Tudela - Zaragoza 65 Km Diese Strecke haben wir um 40 Km verkürzt, da die Industrievororte uns nicht anmachte.
1 Ruhetag mit verschiedenen Besichtigungen in Zaragoza.
Zaragoza - Sastago / Escatrón 75 Km. Auch hier liessen wir uns aus dem Industriegebiet herausführen (minus 20 Km).
Sastago - Caspe 29 Km (erholsam)
Caspe - Bot 51 Km. Aus Erfahrung Anderer wussten wir, dass dem Ebro durchs gebirgige Hinterland des Mittelmeeres zum Teil nur zu Fuss gefolgt werden kann. Also wählten wir die Strassenversion über Bot.
Bot - Delta del Ebro 83 Km. Der grösste Teil der Strecke auf dem Via Verde (alte Eisenbahntrasse mit 20 Tunnels, 5 Viadukte) nach Tortosa.
Als Fazit kann gesagt werden - wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Leider konnten wir nicht in allen Bereichen uns das erfüllen, was unsere Vorbereitungen, sei es körperlich sei es planerisch, erlaubt hätten. Wichtig ist, alle gesund am Ziel!
Der Ebro ist schon von Anfang an ein gigantischer Fluss, seine Ausmasse werden an den vielen Stauseen, die meistens nicht als solche auszumachen sind, ersichtlich. Die Landschaft von Cantabria und Castilla y León erinnert an die Voralpen der Schweiz - grün, grün, Kühe und dahinter die Schneeberge der Picos de Europa.

In dem Sinn bis zur nächsten Tour.

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