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bei Partidor, Valencia (España)

Direkt im Ortszentrum von Altea de Vella (83m) starte ich wie gewohnt kurz vor 6 Uhr. Vorerst folge ich einer steil ansteigenden Gasse durch den Ort und gelange nach einer Weile zur Quelle Font del Garroferet (ca.95m).

Weiterhin folge ich einer asphaltierten Straße, wobei ich wegen des spärlichen Dämmerlichts und der noch spärlichen Wegmarkierung eine Abzweigung übersehe. Aus diesem Grund gehe ich weiterhin der Straße entlang bis ich wieder eine Wohnsiedlung erreiche. Inmitten von bebauten Grundstücken wird mir mein Fehler klar und ich kehre mit einer halben Stunde Zeitverlust wieder zur Abzweigung zurück, wo ich in den Wald einbiege und nun einige Minuten einem Weg bis zur nächsten Sieldung (l'Alma) folge.

Nun sind die Markierungen offensichtlicher gesetzt und so komme ich auf direktem Weg durch die Siedlung und gelange zu einem Wasserturm (ca. 210m), wo der eigentliche Anstieg beginnt.

Der Steig folgt einer gut erhaltenen Weganlage aus der Maurenzeit, die mich in mehreren Serpentinen höher bringt, bis ich auf ca. 600m Höhe in einen Pinienwald gelange, der in der Nähe der Casas Runar wächst.

Nach einem Parkplatz mit Grillstelle verliere ich wieder einmal die Markierungen aus den Augen und interpretiere meine englische Wegbeschreibung falsch. Aus diesem Grund folge ich einer asphaltierten Straße noch einmal in die falsche Richtung und bemerke den Fehler erst nach einem weiteren Zeit- und Höhenverlust.

Nun geht es wieder der Straße entlang zurück und wieder entdecke ich eine versteckte, verblasste Markierung, die mir nun den richtigen Weg weist. Endlich gewinne ich wieder deutlich an Höhe, denn der Steig führt ziemlich steil an der Quelle Font del Runar (ca. 700m) vorbei und nach einer halben Stunde erreiche ich wie geplant die Ruinen der maurischen Festung mit der einfachen Bezeichnung "el Fort".

Hier verlasse ich den markierten Weg und gehe weiter in Richtung NW, bis ich zu einem Sattel gelange. Von diesem führen rote Punktmarkierungen in Richtung NO, denen ich nun durch dichtes Dornengestrüpp folge. Einige Kratzer an den Waden später wird es steiler und ich muss ein längeres Geröllfeld aufsteigen, worauf ich felsiges Gelände erreiche.

Nun werden die roten Markierungen häufiger und in leichter Kletterei gelange ich auf den Westgrat der Bernia. Nur wenig ausgesetzt folge ich dem Grat, wobei eine abschüssige Stelle mit einer Kette entschärft wurde, und gelange so nach einigen Hürden endlich zum höchsten Punkt der Serra Bernia (1126m).

Da ich durch meine Umwege viel Zeit verloren habe, halte ich mich nur kurz am Gipfel auf und mache mich sogleich wieder an den Abstieg. Flott geht es über die Felsen hinunter und auch das Geröllfeld ist dank gut erkennbarer Markierung im Abstieg leichter als gedacht.

Nun entschließe ich mich für einen Abschneider um einen weitläufigen Bogen zurück zum Sattel zu vermeiden und steige durch die Dornenbüsche in direkter Linie zum Fort ab. Wie sich herausstellt, hat meine Idee keinen zeitlichen Vorteil gebracht, dafür bluten die Waden jetzt noch mehr. Erleichtert erreiche ich den markierten Weg und mache mich sogleich an den weiteren Abstieg, denn die Zeit drängt und auch die Trinkreserven gehen schön langsam zur Neige, dafür haben sich die Wolken verflüchtigt und die Temperatur steigt merklich an.

Als ich wieder beim Font del Runar vorbei komme, fülle ich eine Flasche mit dem frischen Quellwasser und setze gleich wieder den Abstieg fort. Flotten Schrittes geht es durch den Pinienwald und bald bin ich wieder auf dem maurischen Steig unterwegs in Richtung Wasserturm, den ich kurz nach 12 Uhr erreiche. Jetzt geht es nur mehr durch die Siedlungen und nach einer weiteren halben Stunde erreiche ich, ermattet durch die Mittagshitze, wieder mein Mietauto.

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