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3.479 m
2.150 m
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6,5
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26,09 km

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bei Capileira, Andalucía (España)

Kurz vor Mitternacht treffe ich nach einer fünfstündigen Anreise beim Schranken bei der Hoya del Portillo (ca. 2150m) ein und mache es mir im Kofferaum meines Mietwagens gemütlich.

Nach einer kurzen, frischen Nacht beginne ich im um 5 Uhr im fahlen Mondlicht mit dem Aufstieg, der mich zuerst durch einen Pinienwald recht steil nach oben führt. Nach ungefähr 40 Minuten erreiche ich die Verlängerung der Schotterstraße, an der ich mein Auto geparkt habe.

Dieser folge ich nun für fünf Kilometer, bis ich um 7 Uhr zur Abzweigung des markierten Wegs mit der Bezeichnung SL-A 81 komme. Nun geht es entlang der grün-weißen Markierung in wenigen Minuten zum ersten Gipfel des heutigen Tages, nämlich zum Alto del Chorrillo (2721m).

Nach einem kurzen Abstieg erreiche ich einen Sattel (2705m), wo der eigentliche Anstieg zu meinem heutigen Ziel beginnt. Nun geht es mäßig ansteigend in nördlicher Richtung auf einem breiten Steig höher. Mit zunehmender Höhe wird auch der Wind stärker und so freue ich mich sehr, als kurz vor 8 Uhr die Sonne aufgeht, die schon bald für Wärme sorgt. Nach einer Stärkung setze ich meinen Weg fort, der immer einem schwach ausgeprägten Rücken hinauf folgt. Da ich innerhalb von Stunden von Meereshöhe auf über 3000m aufgestiegen bin, macht sich schön langsam die ungewohnte Höhe bemerkbar, weswegen ich nur sehr langsam und mit einigen Pausern weiter komme. Schließlich, es ist mittlerweile 9.30 Uhr, erreiche ich den Vorgipfel Mulhacén II (3362m).

Nach ein paar Fotos setze ich meinen Anstieg fort, der nun sanft ansteigend nach Norden führt. Vorbei an einem Rudel Steinböcke erreiche ich pünktlich um 10 Uhr den höchsten Punkt der Iberischen Halbinsel, den Mulhacén (3479m).

Trotz des Dunsts mache ich unzählige Fotos, bevor ich mit dem langen Abstieg beginne. Dieser führt mich auf dem selben Weg zurück zum Mulhacén II. Von dort folge ich jedoch wegen heftiger Knieschmerzen dem breiten Karrenweg in einigen weitläufigen Serpentinen schier endlos hinab in den Sattel (2705m), wo ich am Morgen die Schotterstraße verlassen habe. Nach einer Rast setze ich um 12.30 Uhr humpelnd meinen Abstieg auf der Schotterstraße fort, bis ich kurz nach 13 Uhr den Collado de Cascajar Negro (2574m) erreiche.

Hier biege ich nach SW ab und beginne mit dem Anstieg zu einem namenlosen Gipfel (2623m), den ich überschreite um zum Prado Llano (2578m) zu gelangen, der auf seinem höchsten Punkt ein Vermessungszeichen besitzt und einen schönen Blick auf die Sierra Nevada bietet.

Langsamen Schrittes setze ich meinen Abstieg fort, der mich über flaches Gelände hinab zum Mirador Puerto Molina (ca. 2400m) an der Schotterstraße bringt. Nachdem ich kurz die Schautafeln studiert habe, geht es weiter über meinen morgendlichen Anstiegsweg durch den Pinienwald hinunter und um 14.45 Uhr endet meine Tour nach mehr als 26km Fußmarsch wieder bei der Hoya del Portillo, wo mein Mietwagen steht.

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