Woge

Zeit  4 Stunden 5 Minuten

Koordinaten 1561

Hochgeladen 2. August 2018

Aufgezeichnet Juli 2018

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301 m
151 m
0
9,7
19
38,69 km

angezeigt 221 Mal, heruntergeladen 2 Mal

bei Bieber, Hessen (Deutschland)

Biebertal-Grube-Fernie-Radrunde (Auf landschaftlich interessanten Umwegen)

Stationen und Besonderheiten der Route:
Saustallshütte, Köhlerhüttenplatz, Kneippanlage, FFH Schutzgebiet Lahnaue,
“Aussichtsgipfel Allendorf“, Flugplatz Lützellinden, FFH Schutzgebiet Grube Fernie, Bergwerkswald, Lahn, Lahnfenster, Gummiinsel, Bismarckturm, Hardthöhe, Biebertal.

Start und Ziel ist das Dorfgemeinschaftshaus, bzw. die Gemeindeverwaltung in Biebertal, Ortsteil Rodheim.
Die Radtour findet überwiegend auf gut befahrbaren Rad,- Forst- und Wirtschaftswegen, aber auch auf schmale Pfaden wie z.B. um die Grube Fernie statt. Einige kurze Wegeabschnitte, die auf losem Schotter verlaufen, sollten entsprechend angegangen werden. Die Bilder sollen auch die Beschaffenheit der Wege aufzeigen.
Für die Radtour wurden Verkehrsstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften vermieden.

Beginnend bei der Gemeindeverwaltung Rodheim verläuft der Weg zunächst durch das Kleingartengebiet und dann moderat bergauf durch den Saustallsgrund bis zur Saustallshütte. Dort ist bereits die höchste Position der Tour (290NN) erreicht.
Ein kurzer Infostopp über die heimische Natur bietet der Köhlerhüttenplatz.
Wer sich bei der anstrengenden Bergauffahrt bis zur Saustallshütte verausgabt hat, kann sich im Kneippbecken erholen. Die Kneipp-Anlage ist Bestandteil des Trimm Dich-Pfades, wurde von den Natur- und Vogelfreunden Atzbach e.V. erstellt und wird regelmäßig gepflegt.
Weiter geht es zur Waldmühle, durch den Lahnauer Ortsteil Atzbach, in das Naturschutzgebiet Lahnaue. Auf der linken Wegseite befinden sich ein Storchennest (im Feld) und etwas weiter (direkt am See) ein Vogel-Beobachtungsstand.
Um das nächste lohnende Zwischenziel zu erreichen fahren wir durch den Ortsteil Dutenhofen. Der „Müllberg von Allendorf“ sorgte in den vergangenen Jahren nur für negative Schlagzeilen. Der Begriff „Müllberg“ wurde in „Aussichtsgipfel“ umfunktioniert und mit einer Wanderroute kombiniert. Für den angelegten und ausgeschilderten Rundwanderweg ist er nicht nur der Höhepunkt der Wanderung, sondern auch die höchste Position des Wanderweges. Infotafeln und Ruhebänke auf dem 225 Meter hohen Gipfel machen den Berg zu einem lohnenden Ausflugsziel mit landschaftlich reizvollen Ausblicken.
Eine kurze Extraschleife zum Flugplatz Lützellinden kann zur Rast, als Aussichtsposition, oder zur Beobachtung der startenden oder landen Flugzeuge und Fallschirmspringer genutzt werden.

Das nächste Naturschutzgebiet, welches sich die Natur zurückgeholt hat, ist die„Grube Fernie“. Sie befindet sich in der Nähe des Gewerbegebietes in Linden, zwischen dem Ortsteil Großen-Linden und Klein-Linden.
Die Grube entstand Ende der 30er Jahre durch den Abbau von Mangan- und Eisenerz. Die Tiefe des Baggerloches betrug ca. 60 Meter. Bis heute hat sie sich auf etwa 35 Meter verringert, da die Grube nach der Stilllegung von einigen Seiten zugeschüttet wurde.
1955 wurde die Grube Fernie unter Naturschutz gestellt. 1968 wurde sie zum Angelsee des Angelsportvereins Großen-Linden und seit 2001 ist sie ein anerkanntes Naherholungsgebiet.
Entlang dem Gewerbegebiet Lückebachtal, geht es dann wieder aufwärts. Zunächst wird die Bahnstrecke, dann der Gießener Ring überquert und weiter geht es durch den Bergwerkswald und die Überführung der Gleisanlage nach Kleinlinden.
Die Route führt weiter durch den Ort, am Schwimmbad vorbei, durch die Untertunnelung der Bahnstrecke an die Lahnwiesen. An der Lahn geht es dann vorbei an Konrad-Adenauer-Brücke und Sachsenhäuser- Brücke zum “Lahnfenster“.
Das Lahnfenster (am Wehr der Klinkel’schen Mühle) ermöglicht dem Besucher Ausblicke in die Unterwasserwelt der Lahn. Ausgestattet mit großen Scheiben zum Fischwanderweg, aber auch mit direktem Blick in die Lahn kann man hier die Fische in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Öffnungszeiten beachten!
Wir überqueren die Lahn und fahren auf der anderen Lahnseite durch die Weststadt und “Gummiinsel“. In der Gießener Weststadt sind in den 1930er Jahren 78 zweigeschossige Backsteinhäuschen errichtet worden. Sie sollten als Notquartiere für Gewerbetreibende, Schausteller, und Altwarenhändler dienen. Die Bezeichnung „Gummiinsel“ entstand durch die dort angesiedelte Gummifabrik Poppe und die Nähe zur Lahn, die das Viertel bei Überschwemmungen in ein Eiland verwandelte.
Auf der “Weilburger Grenze“ überqueren wir dann den Gießener Ring. Vorbei an den Versuchsfeldern der Lehr- u. Forschungsstation Gießen führt der Weg dann auf die Hardthöhe zum Bismarckturm. Der Turm (wird z.Z. renoviert) wurde in den Jahren 1905-1906 von den Lehrern und Studierenden der Universität Gießen errichtet.
Über die Felder der Hardthöhe und vorbei an der Lehr- und Forschungseinrichtung Oberer Hardthof geht es dann zurück nach Biebertal.

{radaktivitätenwogebiebertal}
Schutzhütte (Unterstand) 35444, Biebertal, Landkreis Gießen, DEU
Köhlerhüttenplatz
Kneipp-Becken (Wasserpark) 35633, Lahnau, Lahn-Dill-Kreis, DEU
Waldmühle
Lahnaue Atzbach
Lahnaue Dutenhofen
Aussichtgipfel-Allendorf-1
Aussichtsgipfel Panoramen
Flugplatz Lützellinden
Grube Fernie-1
Grube Fernie-2
Grube Fernie-3
Lahnwiesen
Lahn
Lahn-Wehr, Konrad-Adenauer-Brücke
Lahnfenster Hessen an der Klinkelschen Mühle
Sachsenhäuser Brücke und Klinkelsche Mühle
Weststadt und "Gummiinsel"
Weilburger Grenze und Versuchsfelder
Hardthöhe und Bismarckturm Gießen
Hardthöhe und "Oberer Hardthof"
Burg Gleiberg und Wettenberg-Panorama

1 comment

  • INFE 23.03.2019

    Sehr schöne Radtour und die Beschreibung der Strecke ist super ausgearbeiteten.
    Vielen Dank WoGe!

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