Woge

Zeit  6 Stunden 47 Minuten

Koordinaten 2703

Hochgeladen 25. September 2018

Aufgezeichnet September 2018

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284 m
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64,24 km

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bei Vetzberg, Hessen (Deutschland)

Biebertal-Kloster Arnsburg (Auf Umwegen zu historischen Gebäuden)

Start und Ziel der ca. 64 km langen Ganztagestour ist das Dorfgemeinschaftshaus in Biebertal-Vetzberg. Es wurden möglichst ausgewiesene Radwege bevorzugt, aber um Sehenswürdigkeiten zu verbinden und stark frequentierte Verkehrsstraßen zu meiden, wurden auch gleichwertige Alternativwege genutzt.

Von Biebertal zum Kloster Schiffenberg ca. 15,7 km
Auf dem Radweg verläuft die Route zwischen den Burgen entlang nach Krofdorf und weiter in Richtung Gießen. Dabei zeigen sich die Burgen aus unterschiedlichen Perspektiven. An der Weilburger Grenze wird die Fahrbahnen überquert und es geht weiter zur Lahn und am Uferweg bis zur Christoph Rübsamen Brücke. Auf der anderen Lahnseite verläuft der Weg an der Bootshausstraße, durch den neuen Bahndurchstich zum Marktplatz und: Botanischem Garten, Altes,- und Neues Schloss mit Zeughaus.
Auf dem Radweg an der Licher Straße verläuft der Weg dann stadtauswärts am Alten Friedhof vorbei und weiter auf dem Alten Steinbacher Weg in Richtung Schiffenberger Wald. Zunächst zum Kletterwald und dann zum Kloster Schiffenberg.

Vom Schiffenberg nach Lich ca. 13,1 km
Vom Schiffenberg führt der Radweg an Hausen vorbei in Richtung Steinbach-Lich,
überquert die Licher Straße und setzt sich auf dem Radweg an der Licher Straße bis nach Steinbach fort. Das nächste Zwischenziel ist der Kleintierzoo in Steinbach wo auch die Möglichkeit zur Rast besteht.
(Eine kürzere Alternative, ohne Kleintierzoo bietet sich, wenn dem Radweg nach Steinbach - Lich direkt gefolgt wird.)
Auf dem Radweg Steinbach - Lich verläuft die Route durch Steinbach und dann auf der “Alten Gießener Straße“ (die nur noch eingeschränkt für den Verkehr genutzt wird) durch den Wald in Richtung Lich. Am “Oberen und “Unterem Albacher Teich“ bzw. dem Waldschwimmbad vorbei, führt der Weg in die Altstadt von Lich.
Aufgrund der zahlreichen historischen Gebäude in Lich beschränkt sich die Tour auf den Stadtturm, das Schloss, die Untermühle (Dippemühl) und den Schlosspark.

Von Lich nach Kloster Arnsburg ca. 5,4 km
Der Weg an der Wetter entlang, nach Kloster Arnsburg ist 3-fach beschildert: Wetterweg, Lutherweg und R6. Ab Schlosspark folgt man am besten den Markierungen vom Lutherweg.
Bei dem Hofgut Kohlnhausen kann eine kurze Extraschleife zum Eingang vom Golfplatz eingefügt werden, bevor es auf dem 3-fach ausgeschilderten Weg weiter zum Kloster Arnsburg geht. Der Wildpark grenzt direkt an das Kloster.

Von Kloster Arnsburg zur Grüninger Warte ca. 8,0 km
Ab Wildtierpark verläuft die Strecke zunächst auf einem schmalen Waldpfad am Waldrand entlang.
(Eine parallele Alternative, ist ein asphaltierter Feldweg in 180 m Entfernung)
Durch offene Landschaft führt der Weg dann nach Dorfgüll und weiter nach Grünigen, in die ehemalige Stadt der Tuchmacher. Im 15. Jahrhundert war Grüningen als Stadt der Wolltuchmacher europaweit bekannt. Auf der Messe in Frankfurt wurde das Grüninger Tuch nach ganz Europa verkauft. In dieser Phase hatten auch die folgenden “Gemäuer“ ihre Hochzeit: Die Wasserburg und der Diebsturm.
Ab Ortsausgang Grüningen besteht die Möglichkeit (wie GPS-Route) auf einer Extraschleife von ca. 500m auf der Kreisstraße, die Wüstung Birnkheim und das steinerne Wegkreuz zu besichtigen. Die direkte Verbindung vom Wegkreuz zur Grüninger Warte ist ein Grasweg und je nach Vegetation mehr oder weniger radtauglich, deshalb ist es empfehlenswert den gleichen Weg auf der Kreisstraße zurückzufahren und dann den Feldweg zur Grüninger Warte zu nehmen.

Von der Güninger Warte zum Oberhof ca. 8,6 km
Von der Grüninger Warte zum römischen Wachturm am Limes sind es nur ca. 1,5 km. Nach weiteren 500 m zweigt der Weg nach Leigestern ab, führt am Obersteinberger Hofladen vorbei nach Leigestern und weiter zum Mühlberg und Oberhof.

Vom Oberhof zurück nach Biebertal ca. 13,5 km
Vom Oberhof verläuft die Route durch den Bergwerkswald nach Klein Linden, zur Lahn und den Heuchelheimer Seen. Der Radweg führt dann durch Heuchelheim nach Kinzenbach und durch freies Feld mit 3 Türme – Panorama zurück nach Biebertal.

Die Öffnungszeiten der Anfahrziele sollten aktuell geklärt werden.

{radaktivitätenwogebiebertal}
Burg Vetzberg. Die Burganlage Vetzberg entstand als Zweitburg der Gleiberger Grafen. Vetzberg wurde erstmals 1226 als »Vogtisburg« erwähnt und war demnach von einem Gleiberger Vogt bewohnt. Später hatte die Burg bis zu 34 adlige Besitzer, »Ganerben« genannt. Die Oberburg wurde vermutlich zwischen 1100 und 1150 erbaut und ab Mitte des 13. Jahrhunderts erweitert. Der 22,7 m hohe Bergfried, die Giebelwand des Palas (Haupt- und Mehrzweckbau), Teile der Burgringmauern und Reste der Unterburg sind noch erhalten. Die Besonderheiten des Bergfrieds sind die drei Kuppelgewölbe und die zwei Hocheingänge. (Vetzbergverein)……... Burg Gleiberg Vermutlich um das Jahr 1000 errichtete Graf Friedrich I. aus dem Hause Luxemburg eine erste Befestigungsanlage auf dem 308 m hohen Basaltkegel. Die Grundmauern des viereckigen Wohnturms sind erhalten geblieben. Friedrich I. und seine Nachfolger begründeten die Dynastie der Grafen von Gleiberg. Aufgrund ihrer engen verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Mächtigen des Deutschen Reichs dürfte Burg Gleiberg vor allem im 11. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der "großen" Politik gespielt haben. So war die vermutlich auf dem Gleiberg geborene Schwester Friedrichs I., Kunigunde, mit Kaiser Heinrich II. (1002-1024) verheiratet. (Gleibergverein)
Christoph Rübsamen-Brücke Das Bauwerk, ist im Gegensatz zu den historischen Bauwerken der Radtour noch recht neu. Die schlanke Brücke wurde im Mai 2014 eingeweiht. Sie schafft für Fußgänger und Radfahrer in beiden Teilen der Stadt ganz neue Verbindungen und erlaubt es leichter in die Innenstadt zu gelangen. Benannt ist die Brücke nach dem demokratischen Vorkämpfer und Sportpionier Christoph Rübsamen, Gründer der Gießener Rudergesellschaft.
Das Alte Schloss, auch Landgräfliche Burg, befindet sich im Zentrum der Universitätsstadt. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1364 als Zweitsitz des Landgrafen Heinrich II. von Hessen. Das Gebäude grenzt mit seiner Nordost- und Südostseite an den Botanischen Garten. Die Burg wurde um 1350 als Erweiterung der Stadtbefestigung und zweite Wasserburg gebaut. Sie ist heute ein Teil des Oberhessischen Museums und beinhaltet hauptsächlich die Gemäldegalerie. Der Eintritt ist kostenlos. Vor dem Schloss stehen die Büsten von Georg Büchner, Ludwig Börne, Carl Vogt und Wilhelm Liebknecht...……. Der Botanische Garten. Der Eingang vom Botanischen Garten liegt hinter dem Alten Schoss. Er wurde nur wenige Jahre nach Gründung der Gießener Universität angelegt und ist der älteste botanische Universitätsgarten in Deutschland, der noch an seinen ursprünglichen Standort verblieben ist.
Das Neue Schloss liegt am Brandplatz, ca. 100 m vom Alten Schloss entfernt. Landgraf Philipp der Großmütige ließ das Neue Schloss in den Jahren 1533 bis 1539 erbauen. Nach 1650 diente es der Universität als Kanzlei und war gleichzeitig das Gerichtsgebäude. Zwischen 1899 und 1907 wurde das Neue Schloss restauriert und stellt seit 1965 den Sitz der Geographie der Justus-Liebig-Universität dar...….... Das Zeughaus befindet sich direkt angrenzend an das neue Schloss. Bei dem lang gestreckten Gebäude im Stil der deutschen Renaissance handelt es sich im Ursprung um einen militärischen Zweckbau, der bis heute Zeughaus genannt wird. Das riesige Waffenlager wurde 1586–1590 im rechten Winkel zum Neuen Schloss errichtet. Das symmetrisch gestaltete Zeughaus beeindruckt durch sein mächtiges Satteldach und die hohen Giebel mit den typischen Schnecken- und Kugelverzierungen. Der Monumentalbau brannte nach der Bombardierung im Dezember 1944 aus. Beim Wiederaufbau 1960/61 durch das Land Hessen wurde die Fassade aufgrund der alten Umrisse rekonstruiert. Neues Schloss und Zeughaus werden von der Justus-Liebig-Universität genutzt.
Der gesamte Alte Friedhof steht als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz. Auf dem Alten Friedhof liegen viele Persönlichkeiten, die im Zusammenhang mit Entwicklung von Stadt und Universität Gießen stehen…….Das Grabmal der Familie Gail an der Südmauer. Familie Gail eröffnete ab 1812 die erste Zigarrenfabrik in Gießen, die zu einem florierenden Wirtschaftszweig der Region wurde…….Das Grab Hugo von Ritgens, er war der erste Professor für Architektur und Baukunst an der Universität Gießen. Berühmt wurde er, mit der Restaurierung der Wartburg, war aber auch an anderen Restaurierungen beteiligt wie der Burgen Gleiberg und Staufenberg………Das Grab der Familie Röntgen ist mit Wegweisen ausgeschildert. Wilhelm Conrad Röntgen war 1901 der erste Physik-Nobelpreisträger. Als Anerkennung für seine Leistung um die Entdeckung der X-Strahlen, sind sie im deutschsprachigen Raum nach ihm benannt: Röntgenstrahlen……….Das Grabmal für den schottischen Bergbauexperten Peter Wilson (1828–1893). Er war Geschäftsführer der Fernie-Grube.
Der Kletterwald Schiffenberg ist Europas größter Kletterwald. Er befindet sich nur ca. 200m abseits der Route zum Kloster, mitten in der Kulisse des Schiffenberger Waldes. Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden bringen den Kletterer von Baum zu Baum. Wer es abenteuerlich mag, sollte hier vorbeischauen. Wer den Kletterern nur zusehen möchte, kann sie auf einem 120 Meter langen Besuchersteg verfolgen.
Das Kloster Schiffenberg ist eine ehemalige Klosteranlage auf dem Gießener Hausberg. Im Jahre 1129 wurde das Gelände von Gräfin Clementia von Gleiberg, gestiftet, mit der Maßgabe, dort ein Kloster zu errichten. Die Klosterkirche wurde von 1130 bis 1150 in mindestens zwei Bauabschnitten gebaut. Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Kirche durch einen überwölbten Westchor mit zwei Rundtürmen vergrößert. Auseinandersetzungen und Rechtsstreitereien bewirkten, dass das kleine Kloster 1323 seine völlige Selbständigkeit erlangte. Erzbischof Jakob I. von Trier besiegelte im Jahr 1450 das Ende des kleinen Klosters, von dem heute nur noch wenige Mauerreste erhalten sind. Aufgrund ihres Alters und ihrer architektonischen Bedeutung wurde ihr im Juli 2012 der Rang eines Bauwerks von nationaler Bedeutung zuerkannt. Im Sommer werden die Basilika und der Hof für kulturelle Veranstaltungen und Gottesdienste genutzt.
Kleintierzoo Fernwald-Steinbach. Um die 140 Tiere leben in einer kleinen grünen Oase am Rande von Steinbach. Der Kleintierpark ist natürlich kein richtiger Zoo oder Tierpark, aber für einen Zwischenstopp gibt es auf alle Fälle genug zu sehen. Der Park beherbergt Kaninchen, Vögel und allerlei anderes Getier. Für Kinder gibt es genügend Spielmöglichkeiten. Jeder der Lust und Zeit hat kann einfach so vorbeikommen und kostenlos auf dem Gelände der Kleintierzüchter die Tiere beobachten. Die vielen Bänke in der Anlage können zur Rast genutzt werden.
Das Licher Waldschwimmbad liegt an der alten Gießener Straße. Der Verein Sport Erholung & Kultur (SEK) Waldschwimmbad Lich e.V. als Verein sorgt für den Betrieb und die Erhaltung. Als Badebereich wird ein Teil vom Unteren Albacher Teich genutzt.
Stadtturm Lich. Ein imposantes Wahrzeichen ist der 48 Meter hohe viereckige Stadtturm. Er wurde im Jahr 1306 mit fünf Geschossen und einer Höhe von 32 Metern bis zur Zinne errichtet. Von hier aus konnte die gegenüberliegende Hochebene eingesehen werden. Der Turm bildete ein wesentliches Element der nördlichen Befestigungsanlage. Zur Stadtseite war der Wach- und Beobachtungsturm in den oberen Geschossen offen. Um 1405 wurde die offene Turmseite vermauert und eine Außentür zum Verlies eingebrochen. Die Obergeschosse wurden massiv ausgebaut und durch Innentreppen miteinander verbunden. Um 1540 erhielt das Obergeschoss einen Glockenstuhl aus Eichenholz und damit übernahm der Stadtturm die Funktion eines Kirchturms.
Das Schloss der Fürsten zu Solms Hohensolms Lich befindet sich in der Altstadt. Die Schlossanlage besteht aus dem eigentlichen Schloss, ursprünglich eine rechteckige, im 13. Jahrhundert erbaute Wasserburg mit vier Ecktürmen zur Sicherung des Überganges des Flüsschens Wetter. Im 17. Jahrhundert wurde es im Stile der Renaissance umgebaut, der Umbau aber in der zweiten Hälfte des folgenden Jahrhunderts in barockem Stile verändert. Aus der Verteidigungsanlage wurde ein repräsentatives Schloss, dessen Vollendung durch die Hoffassade (1836) und den Gobelinsaal (1911) abgeschlossen wurde. Im Hof steht das Denkmal des Fürsten Ludwig. Das Schloss wird heute noch von der fürstlichen Familie bewohnt und kann nicht besichtigt werden.
Die Untermühle oder auch als Dippemühl bekannt, wird 2018 300 Jahre alt. Die Mühle hatte in diesen zurückliegenden Jahren eine wechselvolle Geschichte. Johannes Zimmer baute die Mühle auf eigene Kosten. Sie wurde durch 7 Generationen hindurch von den Zimmers betrieben. Der Mahlbetrieb wurde 1908 eingestellt und seit 1914 befindet sich die Mühle im Besitz der Familie Solms. Christine Gräfin von Arnim, eine geborene Prinzessin Solms und ausgebildete Keramikerin, macht 1948 aus der Untermühle die Dippemühl……... Der Schlosspark Der etwa 7 Hektar große Schlosspark gilt als einer der botanisch schönsten hessischen Parkanlagen. Er wurde erstmals als Großer Garten 1644 urkundlich erwähnt. Ursprünglich handelte es sich beim Licher Schlosspark vermutlich um einen fürstlichen Nutzgarten. Ab 1828 wurde er zu einem Landschaftspark im englischen Stil umgestaltet und den Bürgern der Stadt zugänglich gemacht. Der Schlosspark ist auch heute noch für Besucher jederzeit zugänglich.
Am Lutherweg liegen Orte, wo bis heute spürbare Auswirkungen und Impulse der Reformation sichtbar sind. Der Lutherweg 1521 hat eine Gesamtlänge von etwa 360 Kilometern. Die Beschilderung, entsprechend der aktuellen Kriterien der Wanderverbände, weist dem Gast den Weg sowohl in Richtung Wartburg als auch in Richtung Worms. Insgesamt erstreckt sich der Lutherweg 1521 über die drei Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen. Entlang des Weges liegen 39 Städte und Gemeinden
Das Kloster Arnsburg ist die Ruine einer ehemaligen Zisterzienserabtei und seit 1977 Stadtteil der Stadt Lich. Es wurde 1174 gegründet und 1803 aufgehoben. Nach dem Abzug der Mönche 1810 fiel das Klostergut an die Grafen zu Solms-Laubach, die Teile der barocken Gebäude der Anlage bis heute als Schloss nutzen, während die spätromanischen und frühgotischen Teile der Kirche als Ruine erhalten sind. Die Klostermauer, die eine Gesamtlänge von 1,6 Kilometern und eine durchschnittliche Höhe von 2,5 Metern aufweist, umschließt wohlerhalten den Klosterbezirk. Im ehemaligen Kreuzgang befindet sich seit 1960 eine Kriegsgräberstätte.
Die Wasserburg Grüningen. Die Burganlage wurde wahrscheinlich im 12. bis 13. Jahrhundert als Wasserburg erbaut. Urkunden belegen zumindest die Existenz der Burg seit 1394. Die Lage und die noch bestehende Andeutung auf einen Graben um das Gemäuer lassen auf eine Tief- bzw. Wasserburg schließen. Die quadratische Wasserburg mit einer Seitenlänge von etwa 28 Metern war in die Stadtmauer integriert, die einer noch älteren Dorfbefestigung nachfolgte. Der Stumpf eines Rundturmes mit einem Durchmesser von etwa 9,5 Meter und etwa 0,80 Meter Mauerstärke ist noch an der Nordwest-Ecke zu erkennen. Restauriert, wird er heute als Aussichtsplattform genutzt. Ein Hausrest mit wiederaufgebautem Fachwerkgeschoss, wohl der ehemalige Palas, ist überdacht und restauriert. Er geht an der südlichen Ecke direkt in der Wehrmauer auf und besitzt zwei Gewölbekeller. Nördlich sind die Kellerfundamente eines weiteren Hauses sichtbar, im Nordosten Reste eines Brunnens. Die umgebende Wehrmauer der Burg besitzt eine durchgehende Stärke von zwei Metern...…………. Der Diebsturm ist der besterhaltene Teil der um 1400 erbauten spätmittelalterlichen Stadtbefestigung. Sichtbar am Turm ist noch das Profil der Stadtmauer bis in 8 Meter Höhe erkennbar. Der einzige Zugang des Diebsturms befindet sich in Höhe des Wehrganges auf der Stadtmauer und führt in das mittlere Geschoss. Der Diebsturm diente als Gefängnis. Das Verlies befand sich im Erdgeschoss, das nur über eine Leiter durch das Angstloch im Scheitelpunkt des Deckengewölbes zu erreichen war. Die beiden Obergeschosse hatten Schießscharten mit Verteidigungsfunktion. Aus dem obersten Geschoss besteht Sichtkontakt zum Kirchturm und zur Grüninger Warte, was auch auf eine militärische Bedeutung hinweist.
Die Wüstung Birnkheim und das Steinkreuz befinden sich an der Kreisstraße zwischen Langgöns und Grüningen. Auf die Lage weisen der 1978 restaurierte Brunnen und das Steinkreuz hin. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 799 n.Chr. und findet sich in der gleichen Urkunde vom 3.Mai 799, der Ersterwähnung Grüningens und Dorf-Güll. Die letztmalige Erwähnung als Ort findet sich 1471 n.Chr. Das gotische Steinkreuz steht direkt an der Kreisstraße, ist aus heimischem Basalt gehauen und ohne Inschrift. Die Steinkreuzforschung datiert die meisten dieser Steinkreuze in die Zeit zwischen dem 13. und 16.Jahrhundert.
Grüninger Warte (im Volksmund »Hoinkdippe«) Die auf dem Wartberg stehende Grüninger Warte wurde 1713 als Windmühle von Graf Wilhelm Moritz von Solms - Greifenstein nach holländischem Muster erbaut und war bis 1794 in Betrieb. Es wird vermutet, dass sie auf dem Gelände der erstmals 1445 und im Zusammenhang mit der Solms‘ schen Landesgrenze 1476 erwähnten Warte steht. Die Ruine wurde 1963 restauriert, als Aussichtsturm ausgebaut und steht unter Denkmalschutz.
Römischer Wachturm und Gedenkstein. Prof. Sommer ließ im Jahre 1912 am Limes einen einfachen Stein nach dem Mainzer Modell eines römischen Soldatengrabes aus der Zeit Kaiser Augustus setzen. Die Inschrift auf dem Stein bedeutet: "Grenzwall des römischen Reiches - dem Andenken der Römer von einem Nichtrömer gewidmet im Jahre 1912, Robert Sommer und Frau, ein Giessener Bürger". Dieser Stein wird im Volksmund "Barbarenstein" genannt. Nach dem Krieg formierten sich vier Ortsvereine (Hausen, Kleinlinden, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg) und regten an, auf dem von Prof. Sommer als Stiftung übertragenen Limesstück (dem nördlichsten Punkt des Limes) die Rekonstruktion eines römischen Wachturms mit Palisaden und Wall zu errichten. Die Arbeiten begannen Anfang 1966 und die Einweihung erfolgte am 28. Mai 1967 im Rahmen eines großen "Limesfestes".
Oberhof und Bergwerkswald. Der Name stammt von den früher zahlreichen Bergwerken in diesem Gebiet, die Eisen- und Manganerz-Vorkommen gehörten zu den größten in Deutschland. Die bei der Ausbeutung zwischen 1843 und 1952 entstandenen Hohlräume führen noch heute zu plötzlichen Bodenabsenkungen. Große Teile des Waldes sind Naturschutzgebiet, in dem sich viele Seen, Pflanzen und Tiere befinden. Die Seen sind teilweise dadurch entstanden, dass Bomberverbände der Alliierten beim Luftangriff auf Gießen am 6. Dezember 1944 ihre Ziele verfehlten und die Bombenlast über dem Wald abwarfen.
Heuchelheimer Seen. Der Industrielle Kiesabbau begann 1960 am Silbersse. Aufgrund einer starken Nachfrage nach Sand und Kies in der damaligen Bauhochkonjunktur, besonders beim Straßen,- und Autobahnbau (Sauerlandlinie und Gießener Ring) wurde 1962 mit der Auskiesung von Südsee und Surfsee begonnen. Der Südsee ist z.T. über 10 m tief. 1970 wird der Südsee und 1973 der Surfsee geflutet. Durch umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen wurden die Eingriffe in die ursprüngliche Auenlandschaft ausgeglichen und ein Vogelparadies und Naherholungsparadies geschaffen.

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